Zukunftsszenarien So sieht die Welt im Jahr 2030 aus

4. Teil: Die Neudefinition von Fortschritt


Dieses Szenario ähnelt eher einer sozialen Utopie, die aus wirtschaftlicher Not geboren wird. Die globale Depression von 2009 bis 2018 hat den Menschen insbesondere in den Industrieländern einen bescheideneren Lebensstil aufgezwungen, so dass man sich nun stärker auf den persönlichen Wohlfühlfaktor und die Lebensqualität besinnt. In den USA arbeiten die Menschen üblicherweise 25 Stunden pro Woche für sich selbst und zehn weitere freiwillig für ihre Gemeinden.

In der EU gibt es mal wieder eine Richtlinie: Die "Arbeitszeit-Direktive" begrenzt die Wochenarbeitszeit auf 27,5 Stunden. Die Staaten wetteifern um die besten Positionen im "Wohlfühl-Index der Weltbank", der Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität bewertet. Südkoreas Präsident hat null Prozent Wirtschaftswachstum versprochen - damit man sich besser um die Steigerung der Lebensqualität bemühen kann.

"Dies ist keine postkapitalistische Welt", sagen die Autoren des Berichts. "Die Menschen arbeiten, konsumieren und machen Profite." Nur sähen die Menschen in diesem Szenario den Zweck des Geldes eben ein wenig anders als heutzutage.



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