»Outtakes« der Apollo-Missionen Video zeigt umherstolpernde Astronauten

Gehen auf dem Mond ist nicht leicht, das zeigen Videoaufnahmen der Apollo-Missionen vor mehr als 50 Jahren: Die Astronauten taumeln, stolpern und fallen wiederholt in den Mondstaub. Erkenntnisse gewann die Nasa aber auch.
Astronaut Buzz Aldrin auf dem Mond: Gar nicht leicht zu laufen, auf dem Mond

Astronaut Buzz Aldrin auf dem Mond: Gar nicht leicht zu laufen, auf dem Mond

Foto: NASA/ REUTERS

Sie stolpern, fallen hin, raffen sich wieder auf und fallen wieder hin. Etwas wirkt es wie eine neue Ausgabe der Teletubbies, so tollpatschig springen die Menschen in den Anzügen umher.

Bei dem Video, das seit Tagen viral geht (und schon seit Monaten in den sozialen Netzwerken geteilt wird), handelt es sich jedoch nicht um einen Trailer für das Kinderprogramm. Es zeigt Astronauten der Nasa auf dem Mond.

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Bei Twitter wird von den »Outtakes« der Mondmissionen der Nasa geschrieben. Zwischen 1969 und 1972 landeten sechs Apollo-Missionen auf dem Erdtrabanten.

Als Neil Armstrong im Jahr 1969 erstmals die Mondoberfläche betrat, waren die Videoaufnahmen noch ernst. Berühmt sind seine Worte »Ein kleiner Schritt für einen Mann, ein großer Schritt für die Menschheit.«

Die Videoaufnahmen, die nun nicht den ersten Schritt eines Menschen auf dem Mond, sondern mutmaßlich die ersten Stürze zeigen, stammen laut dem US-Magazin »The Atlantic«  aus den Siebzigerjahren.

Gar nicht leicht, auf dem Mond zu laufen

Die Nasa sammelte die Stürze der Astronauten und nahm sie zum Anlass für eine Analyse , gewissermaßen eine Risikobewertung. Nicht auszudenken, würde ein Anzug bei einem Spaziergang auf dem Mond beschädigt.

Ganz unberechtigt war die Sorge nicht, nicht erst seit den Videoaufnahmen. Der Astronaut Buzz Aldrin sagte einmal, dass die Mondoberfläche wie feuchtes Puder sei. Das macht das Spazieren schon schwer genug, hinzu komme aber noch die veränderte Gravitation: Auf dem Mond würden Menschen nur ein Sechstel ihres Gewichts auf der Erde wiegen.

Ein Fazit der Nasa-Studie: Menschen fallen auf dem Mond viel langsamer und haben dadurch mehr Zeit, Fehltritte oder Ausrutscher zu kompensieren. Außerdem geht daraus hervor, dass Gehen und Hüpfen auf dem Mond die gleiche Energie zu erfordern scheinen.

Der Reiz des Mondes hat die USA seit den Apollo-Missionen nicht losgelassen. Mit der Artemis-Mission sollen frühestens 2025 wieder Menschen zum Mond geschickt werden , ein erster unbemannter Testflug, der ursprünglich am 29. August starten sollte, wurde wegen technischer Probleme abgesagt. Nun ist Ende September angepeilt.

hba/sem
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