Nasa-Angaben Teil von SpaceX-Rakete könnte im März in den Mond krachen

»Dieses einmalige Vorkommnis stellt eine aufregende Forschungsmöglichkeit dar«: Nasa-Wissenschaftler beobachten derzeit die Flugbahn eines Raketenteils ganz genau – es ist auf Kollisionskurs mit dem Mond.
Aufnahme eines sogenannten Supermonds im April 2020

Aufnahme eines sogenannten Supermonds im April 2020

Foto: MARTIN BERNETTI/ AFP

Ein Teil einer SpaceX-Rakete könnte nach Berechnungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der US-Raumfahrtbehörde Nasa Anfang März mit dem Mond zusammenstoßen. Die Flugbahn der »Falcon 9«-Raketenstufe werde derzeit beobachtet, sagte eine Nasa-Sprecherin am Donnerstag.

Die Rakete war 2015 vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral gestartet und hatte das »Deep Space Climate Observatory«, einen Erdbeobachtungssatelliten, ins All gebracht. Danach reichte jedoch der Treibstoff der Raketenstufe nicht aus, um zurück zur Erde zu kommen. Deswegen ist sie seitdem im All unterwegs.

»Falcon 9«-Start im Februar 2015

»Falcon 9«-Start im Februar 2015

Foto: SCOTT AUDETTE/ REUTERS

Auf ihrer jetzigen Flugbahn werde die Raketenstufe am 4. März auf der Rückseite des Mondes einschlagen, hieß es von der Nasa. Zuvor hatten mehrere US-Wissenschaftler darauf aufmerksam gemacht.

Von SpaceX, der privaten Raumfahrtfirma von Elon Musk, die viel mit der Nasa zusammenarbeitet, gab es auf Anfrage zunächst keine Reaktion.

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Der Aufprall werde von der Sonde »Lunar Reconnaissance Orbiter« nicht live beobachtet werden können, erklärte die Nasa. Es werde aber untersucht, ob danach Veränderungen auf dem Mond und ein möglicher durch den Aufprall entstandener Krater analysiert werden könnten. »Dieses einmalige Vorkommnis stellt eine aufregende Forschungsmöglichkeit dar.«

Die Suche nach dem Krater werde eine große Herausforderung und könne Wochen oder sogar Monate dauern.

aar/dpa
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