Chasm-1 Riesen-Eisberg löst sich in der Antarktis vom Festland

Ein 1550 Quadratkilometer großer Eisberg ist vom Festland in der Antarktis abgebrochen. Laut Forschern der British Antarctic Survey gibt es jedoch keinen Zusammenhang mit der Klimakrise.
Pinguine auf einem Eisberg in der Antarktis (Symbolbild)

Pinguine auf einem Eisberg in der Antarktis (Symbolbild)

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David Merron / Getty Images

Ein riesiger Eisberg hat sich in der Antarktis vom Festland gelöst. Wie die Forscher vom British Antarctic Survey berichteten, brach der rund 1550 Quadratkilometer große Eisberg mit dem Namen Chasm-1 am Sonntagabend während eines Hochwassers ab. Der Vorfall stehe nicht im Zusammenhang mit dem Klimawandel, erklärten die Wissenschaftler.

Vor zwei Jahren war in derselben Region, dem Brunt-Schelfeis, bereits ein ähnlich großer Riesen-Eisberg abgebrochen. Auf dem Schelfeis befindet sich die britische Forschungsstation Halley VI, von der aus Glaziologen seit Jahren die Ausdehnung riesiger Risse im Eis beobachten.

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Das Abbrechen von Eisbergen ist ein natürlicher Prozess, der allerdings durch die Erderwärmung erheblich beschleunigt werden kann. Seit dem 19. Jahrhundert hat sich die Oberflächentemperatur der Erde im Schnitt um ein Grad erwärmt – genug um Dürren, Hitzewellen und Tropenstürme zu verursachen.

2022 geringste je gemessene Eisausdehnung

In der Antarktis ist die Klimaerwärmung stark zu spüren. Wie an vielen Orten des Planeten wurden in der Region im vergangenen Jahr Rekordtemperaturen gemessen. Im Februar 2022 wurde die geringste Eisausdehnung in der Antarktis seit Beginn der Satellitenbeobachtung vor 44 Jahren registriert.

Die Eisschilde auf Grönland und in der Westantarktis enthalten genug gefrorenes Wasser, um die Pegel der Ozeane um ein Dutzend Meter anzuheben. Viele Küstenstädte und ganze Inseln würden dadurch unbewohnbar.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes hieß es, das Entstehen von Eisbergen sei ein Prozess, der durch die Erderwärmung beschleunigt werden kann. Gemeint war das Abbrechen von Eisbergen.

atb/AFP
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