Archäologie 2500 Jahre altes Ägypter-Grab gefunden

Unweit einer der drei Gizeh-Pyramiden in Kairo haben Wissenschaftler ein Grab freigelegt. Sie fanden 400 kleine Figuren und sechs in den Granit gehauene sarggroße Nischen.


Grabungsfund: Die kleinen Figuren waren Diener der Toten
AP

Grabungsfund: Die kleinen Figuren waren Diener der Toten

Zutage gekommen ist der Fund, nachdem Archäologen zwischen der Chephren-Pyramide und der Sphinx etwas entdeckten, was einem viereckigen Schacht ähnelte.

Innerhalb von drei Monaten befreiten die Archäologen den Schacht von mehreren Tonnen feinen Sandes. In zehn Metern Tiefe fanden sie 400 bunte Keramikfiguren, jede von der Größe eines kleinen Fingers. Außerdem stießen sie noch auf sechs in den Stein gehauene Nischen und einen Holzsarg.

"Die Figuren heißen 'Shawabtis' und stellen Diener dar", sagte der Chef der Altertümerverwaltung Agyptens, Zahi Hawass, der Nachrichtenagentur AP. "Ihre Aufgabe war es, den Verstorbenen zu dienen und an die Toten gerichtete Fragen zu beantworten." Hawass sagte weiter, dass geplant sei, den Schacht noch weitere zehn Meter auszuheben. Er denke, dass dort weitere Antiquitäten und ein Sarkophag aus Granit zu finden sein werden.

Die Chephren-Pyramide ist die zweitgrößte Pyramide in Ägypten. Der Schaft wurde vermutlich in der 26. Pharaonen-Dynastie erbaut.



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