Archäologie Wrack vollgestopft mit Ming-Porzellan

Vor der Küste Malaysias haben Archäologen aus einem Schiffswrack wertvolles Porzellan geborgen. Die mehr als 6000 Einzelstücke aus der Ming-Dynastie sind teilweise sehr gut erhalten.

Unter den entdeckten Porzellanstücken sind Vasen, die einen Stempel des Kaisers Chenghua tragen, der von 1465 bis 1487 in China herrschte. Andere Teile tragen Stempel des Kaisers Chia-Ching, dessen Machtperiode von 1522 bis 1566 reichte, erklärte Adi Taha, Direktor des malaiischen Ministeriums für Museen und Antiquitäten.

Beim 21 Meter langen Schiffswrack handelt es sich um ein portugiesisches Handelsschiff, das nach einem Kanonenbeschuss vor der Küste Malaysias gesunken war.

Rund 20 Prozent der 6000 geborgenen Teile befinden sich in einem erstklassigen Zustand, wenn man von der Tatsache absieht, dass sie seit 400 Jahren unter Wasser lagen. Die blau-weißen Teller, Vasen und Krüge sind nach Angaben von Adi jeweils bis zu 350 US-Dollar wert.

"Es geht uns nicht ums Geld", sagte der Beamte. "Dieser seltene Fund wird uns helfen, mehr über die Geschichte unserer Region zu erfahren". Archäologen erhoffen sich außerdem neue Erkenntnisse über die Zeit, in der Europäer versuchten, den lukrativen Handel mit Gewürzen und Porzellan unter ihre Kontrolle zu bekommen.

Das Schiff wurde von portugiesischen Seefahrer auf den Philippinen gebaut und reiste offenbar von China nach Jakarta in Indonesien. Wahrscheinlich sei es von einem rivalisierenden Boot beschossen und versenkt worden, sagte Adi.

Das Wrack war von einem Fischer aus Malaysia entdeckt worden. Die malaiische Museumsbehörde will ein Drittel der gefundenen Stücke für Ausstellungen behalten. Die Bergefirma wird die übrigen Teile wahrscheinlich auf Auktionen verkaufen, um ihre Kosten wieder einzuspielen.

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