Ausstellung "terra mineralia" Atemberaubende Schönheiten aus Stein

Es soll die weltgrößte Mineralien-Ausstellung der Welt werden: In den nächsten Wochen entsteht im sächsischen Freiberg die "terra mineralia" mit mehr als 5000 seltenen Gesteinen, darunter auch Meteoriten. SPIEGEL ONLINE zeigt vorab eine Auswahl der schönsten Stücke.


Glaubt man den Angaben der Veranstalter, ist die "terra mineralia" die weltgrößte Ausstellung seltener Gesteine. Ab Oktober sind im Schlossmuseum Freudenstein im sächsischen Freiberg mehr als 5000 Minerale, Edelsteine und Meteoriten von Fundstellen in Europa, Asien, Australien, Afrika und Amerika zu sehen.

Die Schau soll nicht nur Schönheiten aus dem Inneren der Erde und den Tiefen des Alls zeigen, sondern auch die Verwendung von Mineralien im Alltag thematisieren. Auch die wissenschaftliche Arbeit ist ein Aspekt der Ausstellung: In einem sieben Etagen hohen Mineraldepot innerhalb des Schlosses können Forscher auf Gesteinsproben zugreifen.

Dort lagert ein Vielfaches der 5000 für die Ausstellung vorgesehenen Stücke, erklärt Gerhard Heide, Direktor der Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg. "Welche Stücke später in der Ausstellung gezeigt werden, kann erst bei der Bestückung der Vitrinen entschieden werden." Natürlich wisse man, welche Minerale gezeigt werden. "Sie liegen aber in verschiedenen Größen und Farbnuancen vor und haben unterschiedliche Begleitminerale", sagt Heide. "Wie sie wirken, zeigt sich erst vor Ort."

Die Ausstellungsstücke stammen aus der Pohl-Ströher Mineralienstiftung. Die Schweizerin Dr. Erika Pohl überließ im Jahr 2004 ihre Sammlung der TU Bergakademie Freiberg als Dauerleihgabe. Damit erhielt die Freiberger Universität nach eigenen Angaben eine der bedeutendsten und wertvollsten privaten Mineralsammlungen der Welt.

Das Freiberger Schloss Freudenstein entstand aus einer Burg, die im 12. Jahrhundert zum Schutz des Bergbaus gebaut wurde. 1577 wurde die Festung in ein Residenzschloss umgewandelt. Im 20. Jahrhundert diente das Schloss jahrzehntelang als Getreidespeicher und wurde in den vergangenen drei Jahren umfangreich saniert.

Die Ausstellung ist ab dem 28. Oktober dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 5 Euro, ermäßigt 3 Euro. Tickets können ab dem 1. August auf der Web-Seite der Ausstellung gekauft werden.

mbe



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