Australien Meeresforscher sichten Albino-Buckelwal

Der Albino-Buckelwal Migaloo gilt als einer der berühmtesten Wale der Welt. Nach längerer Zeit hat sich das Tier nun wieder vor der australischen Küste gezeigt. Walschützer haben Angst, dass Migaloo einen Tumor am Kopf haben könnte.


Sydney - Sein Name stammt aus der Sprache der Ureinwohner. Migaloo heißt so viel wie "weißer Bursche". Und in der Tat: Migaloo gilt als einziger Albino-Buckelwal, der jemals gesehen und beschrieben wurde. Nun gibt es zum ersten Mal seit 2007 wieder aktuelle Fotos von dem wohl gut 20 Jahre alten Tier.

Der Meeresriese ist zurzeit auf dem Weg in wärmere Gewässer und wurde vor dem Bundesstaat Queensland in der Nähe des Great Barrier Reef entdeckt. Erstmals hatten Forscher den weißen Buckelwal 1991 gesichtet. Seitdem zeigte sich Migaloo hin und wieder bei seinen saisonalen Wanderungen zwischen den antarktischen und tropischen Gewässern.

Australischen Wissenschaftlern der Southern Cross University in Lismore war es 2004 gelungen, mit Hilfe von abgefallenen Hautfetzen das Geschlecht des Wals zu bestimmen: Migaloo ist ein erwachsenes Männchen. Möglicherweise hat das Tier aber gesundheitliche Probleme. Australische Medien zitieren den Walschützer Greg Kaufman von der Pacific Whale Foundation, der davon ausgeht, dass Migaloo einen Tumor am Kopf hat. Allerdings bestehe dieser schon mehrere Jahre, ohne zu wachsen. Zu großer Sorge bestehe also wenig Anlass.

Die unter Artenschutz stehenden Buckelwale können bis zu 15 Meter lang und 40 Tonnen schwer werden. Sie sind bekannt für ihren Walgesang und ihre Lebhaftigkeit.

chs/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.