Australien Seltener Pinker Handfisch erstmals nach 22 Jahren wieder gesichtet

Wo andere nur schwimmen, kann er auf dem Meeresboden »laufen«: Der Handfisch hat besonders kräftige Vorderflossen. Eine seltene Art galt seit 1999 als verschollen. Nun hat ein kurioses Video Forschende in Ekstase versetzt.
Macht sich gern rar: der Pinke Handfisch

Macht sich gern rar: der Pinke Handfisch

Alle dachten, er hätte den Jahrtausendwechsel verpasst, 9/11, diverse Weltwirtschaftskrisen – und vor allem die ersten beiden Jahre der Coronapandemie: Der Pinke Handfisch (Brachiopsilus dianthus) galt 22 Jahre lang als verschollen. Stattdessen hat er sich offenbar nur versteckt, denn nun wurde das seltene Tier auf Unterwasseraufnahmen in einem Marinepark entdeckt.

Fachleute hatten befürchtet, dass der Pinke Handfisch ausgestorben ist. Die Sichtung jetzt zeigt laut einem Bericht der britischen BBC , dass die Art nicht wie angenommen nur in flacherem Wasser in geschützten Buchten lebt, sondern auch tief unten im Meer. Eine Kamera machte die Aufnahmen  in 150 Meter Tiefe.

Die University of Tasmania teilte die Bilder:

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Die Aufnahmen in dem Meeresschutzgebiet von der Größe der Schweiz sollten eigentlich das Verhalten von Lobstern studieren helfen, dann entdeckten die Forschenden das kleine pinke Tierchen. »Ich hatte eines unserer Rohvideos gesehen, und da ploppte am Riffrand dieser kleine Fisch auf, der ein bisschen seltsam aussah«, sagte Ashlee Bastiaansen vom Institut für Antarktis und Marine Studien der Universität der BBC. »Ich habe es mir genauer angesehen, und da konnte man die kleinen Hände erkennen.«

Neues Habitat für die Krabbelfische

Handfische haben die Besonderheit, mit besonders kräftigen Vorderflossen auf Meeresboden »laufen« zu können. Zuletzt war der Pinke Handfisch 1999 von einem Taucher vor der tasmanischen Küste entdeckt worden. Auch zuvor war er nur viermal gesichtet worden.

»Das ist eine aufregende Entdeckung und schürt Hoffnung, dass der Pinke Handfisch überlebt«, sagte der Meeresbiologe Neville Barrett von der University of Tasmania. Bisher sei vermutet worden, dass Handfische nur im seichten Wasser leben – die Aufnahmen aus der größeren Tiefe lassen Barrett nun glauben, dass die Krabbelfische ein viel größeres, bisher unentdecktes Verbreitungsgebiet haben.

mrc
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