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Seeschlangen in Australien: Snakes on a beach

Foto: Corbis

Australien Sturm spült Giftschlangen an den Strand

Jetzt nur nichts falsch machen... Eine Australierin hat bei einem Strandspaziergang zwei giftige Seeschlangen gefunden - und wieder ins Wasser befördert. Normalerweise sind die Tiere weitab der Küste zu Hause.

Bei der Wahl ihres Wohnortes ist die Plättchen-Seeschlange nicht allzu wählerisch, wenn es schön warm ist. Das rund 80 Zentimeter lange Tier ist im Indischen Ozean genauso zu Hause wie im tropischen Pazifik, im Persischen Golf genauso wie im Meer um Japan. Sogar im Panama-Kanal sollen die Schlangen schon gesichtet worden sein.

Natürliche Feinde hat die Plättchen-Seeschlange keine. Normalerweise lebt das schwarz-gelbe Tier weit entfernt von den Küsten, draußen im offenen Wasser der Weltmeere. Dort macht es dank seines exzellenten Sehvermögens und Geruchssinns Jagd auf Fische.

Normalerweise, wie gesagt. Doch der australische Rundfunksender "ABC" meldet  nun, dass nach einem Sturm mehrere Plättchen-Seeschlangen an einem Strand der Provinz New South Wales angeschwemmt wurden. Das ist vor allem deswegen interessant, weil die Tiere ein starkes Gift produzieren können. Es wirkt auf Nervensystem, Muskeln und Herz.

"Sehr, sehr vorsichtig"

Bereits 0,05 Milligramm des Giftes pro Kilogramm Körpergewicht gelten als tödlich. Allerdings wird nur bei etwa einem Fünftel der Bisse überhaupt Gift abgegeben. Berichte über menschliche Opfer der Schlange gibt es bisher nicht. Die Tiere gelten als neugierig, Schwimmern oder Tauchern gegenüber als nicht aggressiv.

In dem ABC-Bericht wird eine Augenzeugin aus der Nähe der Kleinstadt Moruya zitiert. Sie habe gleich zwei der Tiere am Strand gefunden - und mithilfe eines Stocks wieder ins Wasser befördert. Sie habe "keine Angst vor Schlangen" und sei außerdem "sehr, sehr vorsichtig" gewesen, erklärte die Frau anschließend.

Im vergangenen Oktober waren bereits Plättchen-Seeschlangen an Stränden im Süden Kaliforniens angespült worden. Manche Experten hatten dieses Phänomen mit dem aktuell besonders stark ausgeprägten Wetterphänomen El Niño im Pazifik in Verbindung gebracht. Dabei sorgen zeitweise veränderte Ozeanströmungen für stellenweise massiv erhöhte Wassertemperaturen.

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chs
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