Landschaftsschutz Australien will Wildpferde töten

Tausende Wildpferde seien zu viel im Südosten Australiens, meinen Behörden - sie wollen die Zahl der Tiere drastisch reduzieren.

Wildpferde in Australien
picture alliance / Mary Evans Picture Library

Wildpferde in Australien


Australiens Behörden machen rund 6000 Wildpferde in einer Region südwestlich von Sydney für schwere Umweltschäden verantwortlich und wollen die Herde deshalb drastisch reduzieren. Tierfreunde protestieren scharf gegen die Pläne, etliche der Tiere zu erschießen.

"Entsetzlich", zitiert die Zeitung "Sydney Morning Herald" am Montag Jan Carter, die Vorsitzende der "Rettet die Brumbies"-Organisation. Die Wildpferde werden in Australien Brumbies genannt. "Sie gehören zu unserer Kultur, es sind Ikonen, und sie verdienen es, geschützt und artgerecht behandelt zu werden", meinte sie.

Intelligent und zäh

Die Regierung des Bundesstaates New South Wales im Südosten Australiens will im Kosciuszko-Nationalpark in 20 Jahren höchstens noch 600 Wildpferde dulden. Sie zerstörten die alpine Landschaft. Folglich seien Tausende Wildpferde überschüssig.

"Wir schlagen angemessene Kontrollmethoden vor, darunter einfangen, umsiedeln, erschießen, Geburtenkontrolle und einzäunen", heißt es in dem Plan der Regierung. Sie hat die Öffentlichkeit um Stellungnahmen gebeten.

Australien hat nach Schätzungen bis zu eine Million Wildpferde. Ihre Vorfahren wurden von den weißen Siedlern auf den fünften Kontinent gebracht. Gezähmt gelten sie als besonders intelligent und zäh.

boj/dpa



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