Greenpeace-Warnung Chinesen fischen illegal vor Afrika

Fremde Nationen beuten Afrikas Gewässer aus - auch China, behauptet Greenpeace. Die Organisation berichtet von Dutzenden illegalen Fischerbooten.

Chinesische Fischerboote: 82 Verdachtsfälle
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Chinesische Fischerboote: 82 Verdachtsfälle


Chinesische Boote fischen nach Angaben der Umweltorganisation Greenpeace in geschützten Gewässern vor der Küste Westafrikas. Eine zweijährige Untersuchung der Umweltorganisation habe ergeben, dass mindestens 74 Schiffe von vier großen chinesischen Fischfangunternehmen beteiligt seien.

Es gehe um 82 Verdachtsfälle, in denen illegal gefischt oder die Fangmenge nicht oder häufig zu niedrig angeben worden sei, berichtete Greenpeace am Mittwoch in Peking.

"Chinesische Unternehmen beuten auf gesetzwidrige Weise die Meeresumgebung Westafrikas aus", sagte Rashid Kang, Leiter der Ozeankampagne von Greenpeace Ostasien. Die chinesischen Schiffe nutzen die schwache Aufsicht durch afrikanische und chinesische Behörden aus. Das schädige örtliche Fischer und die Umwelt.

Meist seien es zerstörerische Schleppnetzfischer. Wenn die Pekinger Regierung nicht einschreite, seien die Beziehungen Chinas zu Afrika "ernsthaft in Gefahr", sagte Kang. In den vergangenen 15 Jahren hat Greenpeace bereits illegale und schädliche Fischereipraktiken europäischer, koreanischer und russischer Schiffe vor der afrikanischen Küste aufgedeckt.

boj/dpa

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doctorwho2015 20.05.2015
1. och das lösen die Chinesen
auf ihre Weise .. Sie schütten dort Sand auf und behaupten das es auch zum chinesischen Festland gehört. Der Westen kuscht eh und den Russen ist es egal. Ich frage mich nur wann den Menschen im Westen mal auffällt das es nicht so eine gute Idee war den Chinesen all das Know How nur um dort etwas verkaufen zu dürfen zu überlassen. Ja ja ich weiss bisher haben die Chinesen noch keinen angegriffen (was wohl eher damit zusammen hängt das sie dazu militärisch nie in der Lage waren (nein daran ändern auch 1 Mio Mann unter Waffen nichts) aber daran arbeiten sie ja nun auch. Das wird nicht gut enden.
n.nixdorff 20.05.2015
2. Das
ist nicht neu. Solange die afrikanischen Staaten nicht in der Lage sind, ihre Gewässer notfalls auch mit robusten Mitteln zu schützen, wird das weitergehen. Die Raubfischerei wird dort und anderswo erst aufhören, wenn die Gewässer völlig überfischt sind. Es ist doch wohl niemand so naiv zu glauben, dass der chinesischen, der russischen oder anderen Regierungen das Wohl afrikanischer Staaten wichtiger ist als das Wohl der eigenen Bevölkerung?
lastwebpage 20.05.2015
3. Wo ist da der Unterschied?
Ob man es jetzt wie die Chinesen illegal macht, oder wie EU-Fischfangflotten "legal". Der Unterschied für Afrika ist jetzt welcher genau?
neanderspezi 20.05.2015
4. Den afrikanischen Staaten sollte mittels internationaler Unterstützung eigentlich leicht zu helfen sein
Was sind geschützte Gewässer vor der Küste Westafrikas? Sind das Meeresbereiche in denen der Fischfang allgemein untersagt ist, weil sie den Fischen und anderem Meeresgetier vorwiegend als Kinderstube zum Heranwachsen dienen, oder gehören sie zu den für den Fischfang reservierten Meeresbereichen der angrenzenden afrikanischen Staaten? In beiden Fällen wären die betroffenen Staaten berechtigt, massiv gegen diese Fischräuberei vorzugehen, wobei selbst eine Miniaturseeflotte in der Lage sein sollte, solche nicht autorisierten und besonders übel agierende Schleppnetzfischer an die afrikanischen Häfen zu dirigieren, ihren Fang zu konfiszieren und die Mannschaften festzusetzen. Die Fischerboote sollten nur gegen eine hohe Strafe für die Fischfangunternehmen zur Heimfahrt ohne den Fang freigegeben werden. Wenn den afrikanischen Staaten es an Kow-how bezüglich des Hochnehmens solcher Fangflotten fehlen sollte, könnte die Uno ohne anzuecken entsprechende Hilfestellung leisten. Dass armen Staaten ihre geringen Einnahmequellen auch noch weggefischt werden, sollte ein rasches Ende finden, selbst wenn deren staatliche Stellen das Handaufhalten bei der Räuberei ausländischer Fangflotten sich nicht abgewöhnen können.
Cugel 20.05.2015
5. Der kleine Unterschied
Zitat von lastwebpageOb man es jetzt wie die Chinesen illegal macht, oder wie EU-Fischfangflotten "legal". Der Unterschied für Afrika ist jetzt welcher genau?
Mit der EU-Kohle für die Fischfangrechte kann wenigstens eine winzige Elite in Afrika in Saus und Braus leben und unsere Waffen und Luxusschlitten kaufen.
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