Cites Das Washingtoner Artenschutzabkommen


Das im Jahre 1973 unterzeichnete Washingtoner Artenschutzabkommen ist eines der ältesten zum Umwelt- und Artenschutz. Es regelt den Handel mit bedrohten wild lebenden Tier- und Pflanzenarten ("Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora", Cites) und trat 1975 in Kraft.

Die Bundesrepublik Deutschland schloss sich am 20. Juni 1976 als erster Staat des damaligen EU-Vorgängers EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft) an. Die DDR war dem Abkommen schon ein halbes Jahr zuvor am 7. Januar beigetreten. Mittlerweile umfasst die Liste der Mitgliedsländer 154 Staaten.

Die Cites-Mitglieder treffen sich zirka alle zwei Jahre zu einer Artenschutzkonferenz, um zu entscheiden, welche Arten so gefährdet sind, dass sie in die Liste aufgenommen werden müssen. Zurzeit sind rund 5200 Tier- und 22.500 Pflanzenarten erfasst.

Das Abkommen besteht aus einem Vertragstext und drei Anhängen mit unterschiedlichen Schutzkriterien. Im Anhang I sind alle unmittelbar vom Aussterben bedrohten Arten aufgeführt, mit denen ein kommerzieller Handel strikt verboten ist. Beispiele: Asiatische Elefanten, Nashörner, Seeschildkröten, Tiger, Menschenaffen, einige Greifvögel, Kakteen- und Orchideenarten.

Im Anhang II sind die gefährdeten Tiere und Pflanzen genannt, für deren Handel Ausfuhrgenehmigungen erforderlich sind. Beispiele: Alle Bären, Riesenschlangen, Papageien, Chamäleons, Eulen. Im Anhang III werden schließlich die Arten aufgelistet, die nur in bestimmten Ländern unter Handelsschutz stehen.

zurück: Artensterben - Der Todeskampf der Tierwelt



© SPIEGEL ONLINE 2001
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.