Coronazahlen des RKI Neuinfektionen und Sieben-Tage-Inzidenz steigen deutlich

Laut Robert Koch-Institut sind die wichtigsten Coronakennzahlen binnen 24 Stunden spürbar angestiegen. Zudem registrierten die Gesundheitsämter in Deutschland 259 weitere Virus-Todesopfer.
Impfstoff gegen das Coronavirus (Archivbild)

Impfstoff gegen das Coronavirus (Archivbild)

Foto: Daniel Jüptner / 7aktuell / IMAGO

Derzeit wird intensiv über deutliche Lockerungen der Coronaregeln in Deutschland debattiert. Zugleich allerdings ist bei den entscheidenden Kennzahlen zuletzt ein merklicher Anstieg zu verzeichnen gewesen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat nun 262.752 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 52.079 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche, als 210.673 positive Tests gemeldet wurden. Insgesamt liegt damit in Deutschland die Zahl der bestätigten Infektionen bei mehr als 16,5 Millionen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 1388,5 von 1319,0 am Vortag.

259 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 125.023.

Nach dem geplanten Ende der meisten Coronaauflagen in Deutschland zum 20. März sollen grundlegende Schutzregeln und weitere Eingriffsmöglichkeiten für regionale Ausbrüche bestehen bleiben. Das sieht ein Entwurf einer neuen bundesweiten Rechtsgrundlage vor, auf den sich Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) verständigten.

Damit sollen die Länder weiter Krisenmaßnahmen vor Ort oder auf Landesebene verhängen können. Die Bundesregierung rechtfertigte die Pläne inmitten wieder steigender Infektionszahlen. Von ersten Ländern, Patientenschützern, aber auch den mitregierenden Grünen kamen Rufe nach zusätzlichen Absicherungen.

Konkret geht es beim Basisschutz zum einen um allgemeine Regeln, die Landesregierungen weiterhin verordnen können, wie Maskenpflichten in Pflegeheimen, Kliniken und im öffentlichen Nahverkehr mit Bussen und Bahnen.

Auch Testpflichten in Pflegeheimen und Schulen sollen möglich bleiben, wie aus dem Entwurf hervorgeht. Bundesweit soll außerdem weiter die Maskenpflicht in Fernzügen und Flugzeugen verankert werden – bisher gilt dort auch noch die Zugangsregel nur für Geimpfte, Genesene und Getestete.

In Hotspots sollen Regeln verschärft werden können

Wenn sich vor Ort eine Coronalage zuspitzt, sollen schärfere Auflagen verhängt werden können – unter der Voraussetzung, dass das Landesparlament es beschließt und dafür die »konkrete Gefahr einer sich dynamisch ausbreitenden Infektionslage« feststellt. In einer »konkret zu benennenden Gebietskörperschaft« sollen dann Extramaßnahmen erlassen werden können: Maskenpflichten, Abstandsgebote, Hygienekonzepte sowie Impf-, Genesenen- oder Testnachweise - also Regeln wie 2G und 3G. Dies könne für Stadtteile, Städte, Regionen oder im Extremfall ein ganzes Bundesland greifen, sagte Lauterbach.

jok/Reuters
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