Die sieben sonderbarsten Vulkane Nyiragongo, Kongo

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Der Nyiragongo im afrikanischen Kongo bedroht umliegende Städte nicht mit explosiven Ausbrüchen. Stattdessen rinnt alle paar Jahre Lava seine Flanken hinunter. Vor der Lava des Nyiragongo gibt es allerdings kein Entkommen: Sie wälzt sicht nicht wie normale Lava zäh wie Knetmasse zu Tal, sondern stürzt flüssig wie Wasser den Berg hinab – ein Sonderfall.

Nyiragongo-Vulkan (Kongo): Lavamassen auf die Stadt Goma
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Nyiragongo-Vulkan (Kongo): Lavamassen auf die Stadt Goma

Am 17. Januar 2002 überschwemmten Lavamassen die Stadt Goma. Mindestens 170 Menschen starben, 120.000 wurden obdachlos. 500 Grad heiße Lava floss durch die Straßen der Stadt und erstarrte schließlich zu einem silbrigen Steinpanzer. Er bedeckt nun ganze Stadtteile wie eine riesige Grabplatte und macht sie für alle Zeit unbewohnbar.

Die Katastrophe hätte verhindert werden können, sofern mögliche Fließwege der Lava zuvor ermittelt worden wären. Doch erst jetzt erscheint die erste derartige Studie. Geoforscher um Dario Tedesco von der Universität Neapel haben berechnet, welche Gebiete zu Füßen des Nyiragongo im Falle eines erneuten Ausbruchs von Lavafluten bedroht sind.

Insbesondere der Flughafen von Goma, der bereits 2002 schwer beschädigt wurde, sei in Gefahr, schreiben die Experten jetzt im Fachmagazin "Eos". Hilfsflüge könnten im Fall einer weiteren Katastrophe mithin unmöglich werden – es sei denn, in ungefährdetem Areal würde ein neuer Flughafen gebaut.

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