Einen solchen Fund hätten sie sich nicht auszumalen gewagt. – Seit Jahren haben Jhonatan Alcarcon und sein Forschungsteam in der Atacama Wüste im Norden Chiles nach Überresten des Pterosauriers gesucht. Gefunden haben sie nun ein wahres Massengrab mit Fossilien des Flugsauriers.
Jhonatan Alcarcon, Forscher Universität Chile »Fast überall auf der Welt gibt es nur vereinzelt Überreste von Pterosauriern, es gibt nur wenige Fälle, in denen in denen Ansammlungen von Knochen dieser Tiere gefunden werden können. Diese chilenische Fundstelle ist wichtig, weil sie uns viele Informationen über die Lebensweise der Tiere liefern könnte. Wir könnten zum Beispiel unter anderem feststellen, wie sich die Gruppen dieser Tiere zusammensetzten, ob sie ihre Jungen großzogen oder nicht.«
Bei den fliegenden Reptilien handelt es sich nicht direkt um Dinosaurier, sie sind aber eng mit dieser Gruppe verwandt. Mit einer Flügelspanne von bis zu 2,5 Metern gehören die Pterosaurier zu den größten flugfähigen Lebewesen, die jemals auf der Erde lebten. Ein 3D-Modell zeigt, wie die Reptilien ausgesehen haben könnten. Das Besondere ist nicht nur die Menge an Knochen, die gefunden wurde, sondern auch, wie gut diese erhalten sind. Das gibt den Forschern aufschlussreiche Details über die Anatomie der Tiere, die über 160 Millionen Jahre lang während der Kreidezeit unseren Planeten bewohnt haben.
Jhonatan Alcarcon, Forscher Universität Chile »Anhand dieser Knochen konnten wir feststellen, dass es sich um Pterosaurier aus der Familie der Ctenochasmatidae handelte, die sich ernährten, indem sie Wasser filterten - ähnlich wie der heutige Flamingo. Sie hatten lange Schnauzen mit dünnen Zähnen, die es ihnen ermöglichten, sich auf diese Weise zu ernähren.«
Da etwa 65 Kilometer von der Fundstelle entfernt weitere Fossilien entdeckt wurden, ist davon auszugehen, dass der Flugdrache im Norden Chiles einst weit verbreitet war.