DER SPIEGEL

Dinosaurierfund in Argentinien So tödlich wie T-Rex

Schlanker als T-Rex, aber genauso gefährlich. Paläontologen haben das Fossil eines Megaraptors ausgegraben. Er war einer der letzten fleischfressenden Dinosaurier, die unseren Planeten bevölkerten.

70 Millionen Jahre - das klingt wie eine Ewigkeit. Für ein Dinosaurierfossil jedoch, ist das jung. Paläontologen des Argentinischen Museums für Naturwissenschaften haben die Überreste eines Megaraptors gefunden - einer der letzten fleischfressenden Dinosaurier. Die Wissenschaftler schätzen die Länge des Raubtiers auf etwa zehn Meter. Der Megaraptor war schlanker und schneller als ein T-Rex, gilt aber als genauso tödlich. 

Fernando Novas, Forschungsleiter Museum für Naturwissenschaften 

"Sein Hals war lang. Sein Schädel war platt, dünn und lang. Seine Zähne waren nicht so groß - anders, als die des Tyrannosaurus oder des Giganotosaurus. Es waren kleine Zähne. Dennoch war sein Kiefer mit diesen Zähnen bewaffnet, die es ihm erlaubten, in die Haut seiner Beute zu beißen. Das Auffälligste war, dass der Daumen in einer etwa 40 cm langen Kralle endete. Seine  Hauptwaffen befanden sich um seinen Mund herum und im Wesentlichen in seinen Händen. Mit denen konnten der Megaraptor und seine Verwandten ihre Beute fangen."

Entdeckt wurde das Fossil bereits Mitte März dieses Jahres. Nach Untersuchungen konnten die Experten nun offiziell bestätigen, dass es sich um die Überreste eines Megaraptors handelt. Argentinien gilt unter den Paläontologen als Fossilien-Paradies - vor allem aufgrund des wüstenartigen Klimas. Es verhindert, dass die Überreste über die Jahre von Pflanzen bedeckt werden. 

 

 

 

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