Entstehung des Lebens Planloses Universum, besamte Erde

Wie entstand das Universum? Wie entstand das Leben auf der Erde? Top-Wissenschaftler Richard Dawkins glaubt: Einen allmächtigen Planer gibt es nicht. Genforschungspionier Craig Venter ist überzeugt: Das Leben kam aus dem Weltraum.


Die Internetzeitschrift " Edge" versammelt in einer legendären Serie Beiträge der renommiertesten Wissenschaftler der Welt - und stellt ihnen unter anderem die Frage: Was halten Sie für wahr, ohne es beweisen zu können? SPIEGEL ONLINE präsentiert ausgewählte Antworten.

Richard Dawkins: Die Evolution verlief nicht geplant

Der Autor
AP
Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins lehrt an der Universität Oxford als Charles Somonyi Professor of Public Understanding und ist Fellow der Royal Society. Zu seinen Publikationen gehören "Der Gotteswahn", "Das egoistische Gen", "Gipfel des Unwahrscheinlichen", "Der entzauberte Regenbogen" und "Der blinde Uhrmacher".
Es gilt als sicher, dass alles Leben auf diesem Planeten der Darwin'schen natürlichen Selektion unterliegt, die zugleich mit einer überwältigenden Illusion des "Planvollen" einhergeht. Ohne es beweisen zu können, glaube ich, dass dies für das gesamte Universum zutrifft, wo immer Leben entstanden sein mag.

Ich glaube, dass alle Intelligenz, Kreativität und Planung in jeder beliebigen Sphäre des Weltalls die direkte oder indirekte Folge eines kumulativen Prozesses ist, der genau dem entspricht, was wir als Darwin'sche natürliche Selektion bezeichnen. Daraus resultiert, dass Planmäßigkeit im Weltall erst relativ spät auftritt, nämlich nach einem Stadium der Darwin’schen Evolution.

Planung ("Intelligent Design") kann der Evolution nicht vorausgehen und deshalb dem Universum nicht zugrunde liegen.



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