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03. Mai 2019, 05:04 Uhr

Erdüberlastungstag

Leben auf Pump

Deutschland hat die für dieses Jahr verfügbaren Ressourcen - rein rechnerisch - bereits verbraucht, warnen Umweltorganisationen. So kann jeder Treibhausgase einsparen: von Abfall bis Wohnen.

Wenn jeder so leben würde wie die Menschen in Deutschland, wären schon am 3. Mai die Ressourcen für das gesamte Jahr verbraucht und alle ökologisch vertretbaren Emissionen ausgestoßen, warnen Umweltorganisationen wie Germanwatch. Aus Modellrechnungen haben sie auch in diesem Jahr einen deutschen Erdüberlastungstag abgeleitet.

Dieser kommt in 2019 einen Tag später als 2018. Grund zur Freude ist das laut den Organisationen nicht. Die Verschiebung lasse sich durch zufällige Schwankungen bei den CO2-Emissionen erklären. Zuletzt war der Ausstoß wegen des milden Winters nach Berechnungen des Umweltbundesamtes leicht gesunken.

Ökologischer Fußabdruck

Im internationalen Vergleich überzieht Deutschland sein Ressourcen-Budget für 2019 besonders früh. Global wird dieses Datum nach den Modellen erst im Sommer erreicht, im vergangenen Jahr fiel er auf den 1. August. Im Schnitt verursacht ein Mensch in Deutschland laut CO2-Rechner des Umweltbundesamts (UBA) 11,6 Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr. Die Einheit berücksichtigt die Klimawirkung von CO2 und anderen Treibhausgasen.

In der Fotostrecke sehen Sie, was jeder Einzelne einsparen kann, von Essen, Wohnen bis Urlaub.

An guten Vorsätzen zum Klimaschutz mangelt es den Menschen hierzulande übrigens nicht. Für 2019 haben sich einer Umfrage zufolge mehr als die Hälfte der Bürgerinnen und Bürger vorgenommen, mehr einheimische und saisonale Produkte zu kaufen. 42 Prozent wollen weniger Strom verbrauchen, knapp jeder Dritte möchte häufiger das Auto stehen lassen und aufs Fahrrad umsteigen. Weniger fliegen wollen 16 Prozent.

koe/dpa

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