Florida US-Präsident planscht im Öl-Golf

Noch sind die Folgen der Ölpest im Golf von Mexiko nicht beseitigt, doch US-Präsident Obama unterstützt die leidende Tourismusindustrie mit ganzem Körpereinsatz. Mit Tochter Sasha sprang er ins Wasser - und zeigte sich vergnügt.
Florida: US-Präsident planscht im Öl-Golf

Florida: US-Präsident planscht im Öl-Golf

Foto: Pete Souza/ dpa

Der Präsident kam in Begleitung seiner Frau Michelle und seiner jüngeren Tochter Sasha nach Panama City, einem beliebten Urlaubsort am Florida Panhandle, der Nordwestküste, die so berühmt für ihre blütenweißen Sandstrände ist. Doch angesichts der Ölpest im Golf von Mexiko zieht es in diesem Sommer nur wenig Urlauber an die Küste.

Selbst die Präsidentenfamilie hatte sich jüngst Kritik gefallen lassen müssen: Michelle Obama war nach Spanien gejettet, wo sie sich in die Sonne legte. Zudem hatte die Familie an der US-Ostküste einige Zeit gemeinsam verbracht. Und das, obwohl der Präsident seine Landsleute aufgerufen hatte, am Golf zu urlauben.

Bei seinem nunmehr fünften Trip in die Katastrophenregion zeigte Barack Obama nun seine Unterstützung nicht nur verbal. Sondern mit ganzem Einsatz. Gemeinsam mit seiner Tochter sprang er in die Fluten - anschließend wurde ein Bild der beiden Planschenden vom Weißen Haus veröffentlicht. Obamas Botschaft: Die Strände sind sauber, sicher und bereit für Urlauber.

Gleichzeitig warnte der Präsident jedoch: Der Kampf gegen die Folgen der Ölpest im Golf von Mexiko sei noch nicht beendet. Auch wenn das Bohrloch inzwischen verstopft sei und sich das Öl seit einem Monat nicht weiter ausbreite "ist unsere Arbeit noch nicht fertig", sagte Obama. Er sei gekommen, um den Einwohnern zu sagen, "dass wir euch nicht im Stich lassen".

Zugleich betonte er, jegliche Verzögerungen bei der Entschädigung von Opfern der Ölpest durch den britischen BP-Konzern "oder die, die den neuen Fonds verwalten", seien "inakzeptabel". Viele Menschen, die ihre einzige Einkommensquelle verloren hätten, könnten nicht monatelang warten, bis sie entschädigt würden. Er werde Druck machen, damit die Anträge der Opfer schnell geprüft würden, versprach Obama. Auf Druck der US-Regierung hatte BP Mitte Juni 20 Milliarden Dollar (16 Milliarden Euro) für einen Entschädigungsfonds zugesagt.

Im April war die vom britischen BP-Konzern betriebene Bohrplattform "Deepwater Horizon" explodiert und gesunken. Seitdem waren beim größten Ölunfall der Geschichte rund 780 Millionen Liter Rohöl in den Golf von Mexiko ausgelaufen.