400 Kilogramm schwer Forscher finden riesigen Dino-Knochen in Frankreich

Die Region Angeac-Charente im Westen Frankreichs gilt als Schatzkammer für Fossilien. Forscher haben dort einen gewaltigen Schenkelknochen eines pflanzenfressenden Dinos entdeckt.

Oberschenkelknochen des Dinos: Sauropoden waren die größten Lebewesen, die jemals die Erde bevölkerten
Georges Gobet / AFP

Oberschenkelknochen des Dinos: Sauropoden waren die größten Lebewesen, die jemals die Erde bevölkerten


Wissenschaftler haben in Frankreich einen riesigen Dinosaurierknochen ausgegraben. Der rund 140 Millionen Jahre alte Schenkelknochen eines Sauropoden wurde bei Angeac-Charente nahe Bordeaux gefunden. Der Knochen misst etwa zwei Meter und wiegt 400 Kilogramm.

Die Ausgrabungsstätte in der Weinbauregion ist für zahlreiche Fossilienfunde bekannt. In den vergangenen zehn Jahren haben Fachleute dort Tausende Dinosaurierknochen ausgegraben.

"Wir haben ganz schön über die Größe des Schenkelknochens gestaunt", sagte Forscher Maxime Lasseron vom Naturhistorischen Museum in Paris, der das Stück entdeckt hat. "Beim Ausgraben sagten wir immer wieder: Oh, da ist noch mehr."

Einzigartige Entdeckung

Der Knochen ist nach Angaben von Lasserons Kollegen Ronan Allain einzigartig. Neben der beeindruckenden Größe sei er in einem sehr guten Zustand und perfekt versteinert. Nun wollen die Forscher untersuchen, ob der Knochen zu derselben Saurierart gehört wie der Dino, dessen Schenkelknochen 2010 gefunden wurde.

Video: Riesen-Dinosaurierknochen gefunden

REUTERS

Sauropoden waren die größten Landlebewesen, die jemals die Erde bevölkert haben. Die Pflanzenfresser erreichten ausgewachsen bis zu 18 Meter Länge. Sie zogen in Herden umher, um sich vor Feinden zu schützen. Eine Studie aus dem Jahr 2018 deutet allerdings darauf hin, dass die Jungtiere getrennt von ihren Eltern aufwuchsen.

In Angeac-Charente tummelten sich wegen des feuchten, subtropischen Klimas vor Millionen Jahren zahlreiche Tierarten. "Das Gebiet war voller Leben", sagte Allain.

Die Ausgrabungsstätte erstreckt sich bislang über eine Fläche von 750 Quadratmetern. Weil dort so viele alte Knochen gefunden werden, haben sich die Eigentümer der Ländereien damit einverstanden erklärt, dass auf weiteren 4000 Quadratmetern nach Hinweisen auf ausgestorbene Lebewesen gesucht werden darf.

"Bei der bisherigen Trefferquote werden wir für die nächsten 30 Jahre beschäftigt sein", sagte Ausgrabungsleiter Jean-François Tournepiche.

jme/AFP

insgesamt 8 Beiträge
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gartenmatz 30.07.2019
1. 18 m HÖHE
und bis zu 40 m Länge.... Recherche ist alles.... hier reicht sogar lesen....:-)
thimo 30.07.2019
2. Landlebewesen?
...sicher sind Landtiere gemeint...
rosabalou 30.07.2019
3. sind Landtiere....
.......keine Lebewesen??
taglöhner 30.07.2019
4.
Zitat von rosabalou.......keine Lebewesen??
Schon, aber bei weitem nicht die größten Landlebewesen, wie es im Artikel steht.
laari 30.07.2019
5. Detail
Ich denke man müsste im Artkel überall größte mit höchste bzw. längste ersetzen. Das Wort groß ist im Deutschen etwas schwammig.
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