Paradies in Gefahr Frachterhavarie bedroht Galápagos-Inseln

Noch immer befindet sich hochgiftiges Schmieröl in einem Frachter, der vor den Galápagos-Inseln leckgeschlagen ist. Jetzt haben die Behörden für das Unesco-Weltnaturerbe den Umwelt-Notstand ausgerufen.

Frachter vor San Cristobál: 60.000 Liter Treibstoff an Bord
AFP/ GALAPAGOS NATIONAL PARK

Frachter vor San Cristobál: 60.000 Liter Treibstoff an Bord


Ein auf Grund gelaufenes Schiff bedroht das einzigartige Ökosystem der Galápagos-Inseln. Ecuadors Umweltministerin Lorena Tapia rief am Donnerstag den Umwelt-Notstand für die Inselgruppe im Pazifischen Ozean aus, die für ihre Tier- und Pflanzenwelt weltberühmt ist. Die Verwaltung des Galápagos-Nationalparks warnte vor möglichen Umweltschäden, "die eine Katastrophe auslösen könnten".

Am Freitag vergangener Woche war vor der Insel San Cristobál der Frachter "Galapaface I" mit tausend Tonnen Ladung auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Ein Großteil der Fracht sei geborgen worden, hieß es. Auch rund 72.000 Liter Treibstoff wurden bereits abgepumpt. In dem Schiff befindet sich aber unter anderem noch hochgiftiges Schmieröl.

2001 verunglückte Tanker "Jessica"

Die Galápagos-Inseln liegen rund tausend Kilometer vor der Küste Ecuadors und gehören zum Weltnaturerbe der Unesco. Der Archipel verfügt über eine weltweit einzigartige Vielfalt an Flora und Fauna. Der britische Biologe Charles Darwin gründete seine Evolutionstheorie unter anderem auf seine Beobachtungen auf den Galápagos-Inseln im Jahr 1835.

Im Jahr 2001 war der mit Öl beladene Tanker "Jessica" ebenfalls vor der Insel San Cristobál verunglückt und hatte eine schwere Ölkatastrophe ausgelöst. In der Region lebt unter anderem eine große Seelöwen-Population.

jme/AFP/dpa

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insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
schmusel 16.05.2014
1. optional
Man fragt sich wieder einmal, wieso vor diesen Inseln keine grosszügige Schifffahrtsverbotszone, zumindest für Gefahrgüter, besteht. Die Antwort ist natürlich offensichtlich.
Jabagrafs 16.05.2014
2.
Zitat von schmuselMan fragt sich wieder einmal, wieso vor diesen Inseln keine grosszügige Schifffahrtsverbotszone, zumindest für Gefahrgüter, besteht. Die Antwort ist natürlich offensichtlich.
Wieso man? SIE fragen sich das. Und was meinen Sie mit Gefahrgut? Schiffe, die mit Motor fahren und deswegen Treibstoff und Motoröl an Bord haben? Galapagos nur noch mit Segelschiffen und Ruderbooten anlaufen? Natürlich muss man auch verbieten, dass havarierte Schiffe in das Seegebiet treiben.. Ops, Sie haben doch eine Antwort? Verraten Sie die auch?
Denkerchen 16.05.2014
3. genau - die Anwort ist offensichtlich....
....aber anders als Sie - als Gutmensch - das dargestellen wollen. Man wird nicht umhin kommen, die 25.000 Einwohner, die auf den Galapagos Inseln leben auch zu versorgen (von Touristen ganz zu schweigen). Wo Verkehr ist, passieren Unfälle.
jomai 16.05.2014
4. optional
Der Schiffsverkehr vor diesen Inseln ist bereits sehr regelmentiert. Es gibt z.B. nur wenige Frachtschiffe die eine Genehmigung haben die Inseln anzulaufen. Zusätzlich ist auch genau geregelt was auf die Inseln befördert werden darf. Es ist z.B. verboten Container (egal was damit befördert wird) auf die Inseln zu bringen. Daher gehe ich davon aus das Gefahrgut mit Sicherheit ebenfalls verboten ist.
Lurxl 16.05.2014
5. Gefahrgut?
Eben 100to Treibstoff sind kein Gefahrgut, sondern normaler Tankinhalt des Frachters. Genauso die Schmierstoffe. Es gibt keine sauberen Dampfer wenn sie absaufen. Mit der Ladung hat das nichts zu tun
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