Gefährliche geologische Entdeckung Die Insel der Todes-Gase

Alles andere als ein Palmen-Paradies ist eine Insel, auf die neuseeländische Forscher im Pazifik gestoßen sind: Das Eiland ist bedeckt von ätzendem Schlamm und giftigen Schwaden.


Leben hat auf der unwirtlichen Curtis-Insel kaum eine Chance. Neben kochend heißen Quellen und giftigen Gasströmen gebe es auf dem Eiland auch stark ätzende Schlammmassen, die sogar säurehaltiger als Batterien seien, sagte der neuseeländische Geologe Cornel de Ronde, der die knapp 60 Hektar große Insel zusammen mit einem Kollegen erkundet hat.

"Wir haben die Warnsignale gleich bei unserer Ankunft auf der Insel gesehen", beschrieb der Forscher die Entdeckung der rund 840 Kilometer südwestlich von Auckland gelegenen Insel. "Überall lagen tote Vögel." Statt ihre Zelte wie geplant im Krater des Inselvulkans aufzuschlagen, seien die beiden Wissenschaftler auf den Gipfel geeilt, wo starke Winde wehten und die Gefahr geringer war, giftige Gase einzuatmen.

Die gesammelten Gas-, Wasser- und Schlammproben sollen nun Aufschluss darüber geben, wie sich die durch Wind und Strömungen abgesonderte Chemie der polynesischen Insel auf die nähere Pazifikumgebung auswirkt, sagte De Ronde. Curtis gehört zur Gruppe der von Neuseeland annektierten Kermadec-Inseln südlich von Fidschi.



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