Urteil in den USA Mann leitet Fluss um - und muss ins Gefängnis

Ein Amerikaner schüttet Sand in einen Fluss, um ihn umzuleiten - viel Sand. Biologen sind empört: Regenbogenforelle und Silberlachs könnten Schaden nehmen. Der Übeltäter muss 30 Tage ins Gefängnis und 208.000 Dollar Strafe zahlen.

Flusslandschaft (Symbolbild): "Qualität des Wassers verschlechtert"
AP

Flusslandschaft (Symbolbild): "Qualität des Wassers verschlechtert"


Ein Gericht im US-Bundesstaat Washington hat einen Mann verurteilt, weil er einen Fluss umgeleitet hat. William Cayo Senior habe gegen das Gesetz verstoßen, als er im Februar 2013 einen Abschnitt des Tahuya River vor seinem Haus zugeschüttet hat, erklärte das Gericht.

Mit Bagger und Bulldozer habe er Sand in den Fluss verfrachtet, so dass sich der Strom einen neuen Weg gebahnt habe. 6000 Quadratmeter Flussbett seien zugeschüttet worden.

Cayo musste bereits 30 Tage im Gefängnis verbringen und 8000 Dollar Strafe zahlen. Nun stehe noch eine Strafe von 200.000 Dollar aus, die in 50-Dollar-Monatsraten beglichen werden könne, so das Gericht. Die volle Strafe wird Cayo mithin bis zum Lebensende nicht zahlen.

Biologen des National Marine Fisheries Service waren zu dem Ergebnis gekommen, dass die Veränderung des Flussbetts bedrohte Lebewesen geschädigt hat, darunter die Regenbogenforelle, den Silberlachs und den Ketalachs. Zudem hätte sich die Qualität des Wassers verschlechtert.

boj/Reuters



insgesamt 35 Beiträge
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Seite 1
sudelnuppe 13.10.2015
1. Aber wenn ich einem
dunkelhäutigen Amerikaner in den Rücken schieße, dann werde ich frei gesprochen....
helgenielsen 13.10.2015
2. Warum?
Zu einer richtigen Reportage gehört auch die andere Meinung. W. Cayo sen. wird einen Grund genannt haben, warum er den Fluss umleiten wollte. Warum wird darauf nicht eingegangen? Und welches Gesetz war die Grundlage zur Verurteilung?
Fait Accompli 13.10.2015
3. Und wie immer...
... fehlt bei solch einer Meldung, *warum* der Kerl das eigentlich gemacht hat. Liebe SPON Leute: Das macht Ihr immer bei solchen Meldungen.
Topf Gun 13.10.2015
4. Da
Da brauchen wir nicht nach Amerika zu gehen. Nachdem wir unseren Bach renaturiert und mit Erlen, Weiden, Vogelbeeren usw. bepflanzt hatten, hat ein neu zugezogener Grunstücksanlieger den ganzen, in 20 Jahren aufgekommenen Uferbewuchs komplett entfernt, angekündigt, den Bach umzuleiten und einen Badeplatz einzurichten. Die Arbeit von 25 Jahren futsch.........
quark2@mailinator.com 13.10.2015
5.
Hätten sie ihm was ausgezahlt, wenn es mehr Forellen gegeben hätte ? Scheinheilige Argumentation, auch wenn ich nicht dafür bin, daß jeder das Ufer ändern darf.
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