Golf von Mexiko BP engagiert Kevin Costner im Kampf gegen Ölpest

Prominenter Helfer gegen die Unweltkatastrophe im Golf von Mexiko: Eine Firma von Schauspieler Kevin Costner liefert dem BP-Konzern insgesamt 32 Zentrifugen, die Wasser und Öl trennen können. Einen berühmten Hollywood-Kollegen hatte das Unternehmen zuvor abblitzen lassen.

Schauspieler Costner: "Der Weg, eine Ölpest im 21. Jahrhundert zu bekämpfen"
AFP

Schauspieler Costner: "Der Weg, eine Ölpest im 21. Jahrhundert zu bekämpfen"


Washington - Der BP-Konzern sucht im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko Hilfe bei einer Schauspiel-Ikone der neunziger Jahre. Das britische Unternehmen habe bei Hollywood-Star Kevin Costner 32 Maschinen bestellt, die das verseuchte Wasser im Golf von Mexiko von Öl befreien sollen, berichtete der US-Nachrichtensender CNN am Dienstag. Der 55-Jährige besitzt eine Firma, die entsprechende, rund 1800 Kilogramm schwere Zentrifugen baut.

Er habe die Vorrichtung Anfang der neunziger Jahre gemeinsam mit seinem Bruder, einem Wissenschaftler, entwickelt, sagte Costner. Die Maschine sauge das ölige Wasser aus dem Meer auf, schleudere es mit hoher Geschwindigkeit herum und spucke 99 Prozent pures Wasser und ein Prozent reines Öl aus. "Das ist der Weg, eine Ölpest im 21. Jahrhundert zu bekämpfen", so der Star, der mit Filmen wie "Der mit dem Wolf tanzt" oder "Bodyguard" ein Millionen-Publikum begeistert hatte.

"Es mag ungewöhnlich erscheinen, dass ausgerechnet ich diese Technologie anbiete. Aber aus meiner Sicht ist es noch viel außergewöhnlicher, dass solche Geräte noch nicht eingesetzt werden", sagte Costner.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Costner die Maschine vor einem Kongress-Ausschuss vorgestellt. Er habe in den vergangenen 15 Jahren rund 24 Millionen Dollar (19 Millionen Euro) in die Entwicklung investiert.

Starregisseur James Cameron ("Avatar") war bei BP dagegen schon Anfang Juni abgeblitzt. Cameron, der seit seiner Erkundung des "Titantic"-Wracks viel Erfahrung mit Unterwasserkameras hat, bot sich an, die BP-Reparaturarbeiten an der Quelle des Öllecks am Meeresboden zu filmen. BP lehnte ab. "Das ist, als erstelle der Straftäter das Polizeivideo vom Tatort", echauffierte sich Cameron im Sender MSNBC.

jok/dpa-AFX

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Hilfskraft 30.04.2010
1. Berauscht vom Bohr-Boom
Zitat von sysopDie Ölpest im Süden der USA nimmt immer dramatischere Ausmaße an und erreicht inzwischen die Küste. Hätte die Katastrophe verhindert werden können? Hat das Krisen-Management funktioniert?
Wenn man den Hals nicht voll kriegt, erstickt man halt dran. H.
kdshp 30.04.2010
2. aw
Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko entlarvt die Schwachstellen der Tiefseebohrung: Die Förderfirmen bauen immer größere Anlagen, doch auch die Risiken steigen. Auf der Plattform "Deepwater Horizon" wurde auf ein spezielles Sicherheitssystem verzichtet - möglicherweise aus Kostengründen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,692282,00.html Hallo, ja das ist nicht nur auf ölbohrinseln so! Ich erlebe täglich das hier in deutschland unternehmen an der sicheheit sparen. Wenn was passiert ist der schaden oft viel höher als die ganze sicherung vorher. Deswegen sollte BP hier nicht nur alles bezahlen sondern auch eien strafe zahlen und oder gar verboten werden sollte.
Gegengleich 30.04.2010
3. Ersticken?
Zitat von HilfskraftWenn man den Hals nicht voll kriegt, erstickt man halt dran. H.
Was heißt erstickt dran? Schauen Sie mal nach den weltweit größten Konzernen. Und dann, wieviele Öl-Mulits darunter sind. Von Ersticken kann da keine Rede sein.
Hubert Rudnick, 30.04.2010
4. Berauscht vom Öl?
Zitat von sysopDie Ölpest im Süden der USA nimmt immer dramatischere Ausmaße an und erreicht inzwischen die Küste. Hätte die Katastrophe verhindert werden können? Hat das Krisen-Management funktioniert?
Erdöl ist in unserer Gesellschaft ein sehr wichtiger Rohstoff, dass man damit auch sehr viel Geld verdienen kann, dass zeigen uns die Konzerne jeden Tag. Aber wer die Rohstoffvorkommen unseres Planeten ausbeuten will, den Nutzen davon tragen möchte, der sollte auch dazu gezwungen werden, dass die Menschen auch hinterher noch gut in ihren Regionen leben können. Man sagt wo gearbeitet wird, da geschehen dann auch Unglücke und Katastrophen, dass gehört anscheinend zusammen, aber wir sollten mit der Zeit gelernt haben diese zu minimieren und die Schäden zurückzudrängen. Wenn nun bei der Förderung der Rohstoffe es zu Katastrophen kommt, dann sollten aber auch die Betreiber schnellsten und fachgerecht zum Schutze der Menschen und der Umwelt was erfolgreiches dagegen machen. Sollte denn keiner heutzutage in der Lage sein, diese Katastrophe schneller einzudämmen? Ich glaube nicht, dass man solche oder andere Katastrophen total ausschließen kann, aber man sollte besser auf so etwas vorbereitet sein. Wir Menschen hinterlassen über unsere Spuren, aber viele davon sollte man eben schnellsten beseitigen.
Realo, 30.04.2010
5. Lesen & verstehen !
Zitat von kdshpDie Ölkatastrophe im Golf von Mexiko entlarvt die Schwachstellen der Tiefseebohrung: Die Förderfirmen bauen immer größere Anlagen, doch auch die Risiken steigen. Auf der Plattform "Deepwater Horizon" wurde auf ein spezielles Sicherheitssystem verzichtet - möglicherweise aus Kostengründen. http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,692282,00.html Hallo, ja das ist nicht nur auf ölbohrinseln so! Ich erlebe täglich das hier in deutschland unternehmen an der sicheheit sparen. Wenn was passiert ist der schaden oft viel höher als die ganze sicherung vorher. Deswegen sollte BP hier nicht nur alles bezahlen sondern auch eien strafe zahlen und oder gar verboten werden sollte.
Die Bohrinsel gehörte Transocean. BP hat sie lediglich nachträglich gemietet. Einen 3 Preventer nachträglich einzubauen ist nicht möglich. Also bitte posten Sie nicht so einen Quatsch....Danke !
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