Gemeinsam fürs Klima Gretanator

Klimaaktivistin Greta Thunberg und Arnold Schwarzenegger haben sich bei einer Konferenz in Wien getroffen. Ihr Appell für stärkere Bemühungen gegen die Erderwärmung hat vor allem einen Adressaten.

Greta Thunberg, Klimaaktivistin aus Schweden, und Arnold Schwarzenegger
Monika Langthaler/ APA/ DPA

Greta Thunberg, Klimaaktivistin aus Schweden, und Arnold Schwarzenegger


Schauspieler Arnold Schwarzenegger und Klimaaktivistin Greta Thunberg haben mit Blick auf die drohende Klimakatastrophe eindringlich vor einem Weiter-so gewarnt. Die 16 Jahre alte Thunberg rief dazu auf, in allen Bereichen des Lebens umzudenken.

"Einzelne, voneinander isolierte Lösungen sind nicht mehr genug - und das wissen Sie alle", sagte sie bei einer Klimakonferenz in Wien. Die Klimakrise sei in erster Linie ein Notfall, bei dem es nicht primär darum gehe, neue Jobs und Wirtschaftswachstum zu generieren. "Das ist die größte Krise, der die Menschheit jemals begegnet ist."

Schwarzenegger, der sich schon in seiner Zeit als Gouverneur von Kalifornien (2003-2011) für den Klimaschutz eingesetzt hatte, unterschied zwischen den Träumern, den Machern und den Zweiflern. Die Träumer und Macher müssten zusammenarbeiten und den Zweiflern beweisen, dass diese mit ihrer Haltung nur für weitere Probleme sorgten.

Er könne es nicht verstehen, dass Autohersteller wie Volkswagen lieber betrügen würden, statt einen "Elektromotor zu entwickeln, der sich weltweit verkaufen würde wie warme Pfannkuchen". Sie könnten den Fortschritt bremsen. Aber die Träumer und Macher weltweit würden beweisen, dass sie falsch liegen, so Schwarzenegger.

Veranstalter der Konferenz war die NGO R20 - Regions of Climate Action, die Schwarzenegger 2010 gegründet hat. Die Veranstaltung soll vor allem Akteure vernetzen und eine Präsentationsplattform für vorbildliche regionale Beispiele im Klimaschutz sein. Auf der zweitägigen Konferenz treffen sich 1200 Besucher aus 30 Nationen - darunter viele Wissenschaftler.

Als Redner der Konferenz rief Uno-Generalsekretär António Guterres die Weltgemeinschaft zu mehr Engagement gegen den Klimawandel auf. "Wir machen zu wenig von dem Vereinbarten, von dem wir schon jetzt wissen, dass es überhaupt nicht ausreichen wird", sagte Guterres.

"Wir brauchen schnell eine grüne Wirtschaft, keine graue Wirtschaft"

Der 70 Jahre alte Portugiese spielte auf das Abkommen an, das nach der Klimaschutzkonferenz in Paris 2015 abgeschlossen wurde. Die Erderwärmung soll demnach auf deutlich unter zwei Grad Celsius begrenzt werden. Bis heute setzten viele Länder aber nicht einmal das um, was sie in Paris versprochen hätten, sagte Guterres. "Wir brauchen schnell eine grüne Wirtschaft, keine graue Wirtschaft - um eine grüne Gesellschaft zu haben, keine graue Gesellschaft."

Als konkrete Maßnahmen nannte er unter anderem die Besteuerung von Umweltverschmutzung und ein Ende von Subventionen für fossile Brennstoffe. "Ich weiß, dass wir das schaffen können - vorausgesetzt wir haben den politischen Willen dazu."

joe/dpa

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