Fund in Kalifornien Ein Strand voller Penisfische

Sie sind bis zu 30 Zentimeter lang und rosa: Spaziergänger haben an einem Strand in Kalifornien Tausende ungewöhnliche Kreaturen entdeckt.

Einige hielten sie für die Ladung eines untergegangenen Würstchenfrachters: An einem Strand in Kalifornien sind Tausende Igelwürmer angespült worden. Die Tiere sind zwischen zehn und 30 Zentimeter lang, rosafarben und leben normalerweise in seichtem Wasser, wo sie sich eingraben. Weil ihre Form an das männliche Genital erinnert, werden sie auch Penisfische genannt. Ihr wissenschaftlicher Name ist Urechis caupo.

Die Würmer waren nach einem Sturm an den Drakes Beach nördlich von San Francisco gespült worden, berichtet die lokale Website "Bay Nature" . Es sei nicht das erste Mal, dass die Tiere an Stränden entlang der Küste auftauchen. Bei starken Stürmen - vor allem in den Jahren von El Niño - türmten sich hohe Wellen auf, die die Würmer aus ihren unterirdischen Bauten spülen. Viele der gestrandeten Tiere verenden und werden von Möwen gefressen.

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Die Familie Urechidae besteht nur aus vier Arten, die im Pazifischen Ozean vorkommen. In Nordamerika lebt ausschließlich Urechis caupo. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich von der Westküste Oregons bis zum mexikanischen Bundesstaat Baja California.

Delikatesse in Südkorea

Der Körper der Würmer ist perfekt an das unterirdische Leben angepasst. Ähnlich wie Wattwürmer graben sie sich einen U-förmigen Bau. Bei Flut verschließen sie den Eingang mit einem schleimigen Netz, das an Quallen erinnert. Der Wurmkörper zieht sich immer wieder zusammen und pumpt dadurch Wasser durch den Bau, aus dem die Tiere Mikroorganismen als Nahrung filtern.

Häufig leben im Bau des Penisfisches noch weitere Kleintiere, die sich von seinen Nahrungsresten ernähren. Biologen sprechen bei dieser Art des Zusammenlebens auch von Kommensalismus. Das bedeutet, dass nur eine Art für die andere nützlich ist, während die andere nicht von dem Mitbewohner profitiert aber auch keinen Schaden davonträgt.

Fossilien zeigen, dass die Familie Urechidae die Erde seit mindestens 300 Millionen Jahren bevölkert. Jeder Ringelwurm kann bis zu 25 Jahre alt werden. In einigen Ländern wie Südkorea gelten sie als Delikatesse.

koe
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