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11. Juni 2019, 23:02 Uhr

Neues Gesetz in Kanada

Haltung und Zucht von Walen und Delfinen künftig strafbar

Delfine und Wale dürfen in Kanada künftig nicht mehr in Gefangenschaft gehalten werden. Rückwirkend - etwa für Ferienparks - gilt das Verbot aber nicht. Dort sind die Meeressäuger eine Touristenattraktion.

Das kanadische Parlament hat ein Gesetz beschlossen, demzufolge die Haltung und die Zucht von Meeressäugern künftig untersagt sind. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, wird das kanadische Strafgesetzbuch nach der Entscheidung der Abgeordneten angepasst.

Das Verbot gilt demnach allerdings nicht rückwirkend. Der Freizeitpark Marineland in der Stadt Niagara Falls und das Aquarium in Vancouver, die in Kanada als einzige Meeressäuger halten, dürfen ihre Tiere also behalten. Ausnahmen gibt es künftig auch, etwa wenn ein verletztes Tier gesundgepflegt werden soll.

Tierschützer begrüßten das Gesetz. Die Organisation World Animal Protection Canada lobte vor allem das Zuchtverbot. Die Wale und Delfine, die derzeit in Kanada in "winzigen Becken" gehalten würden, seien durch die Entscheidung laut der Organisation "die letzte Generation, die darunter leiden muss".

Nach Angaben der Organisation gilt das Verbot inzwischen in rund einem Dutzend Länder, darunter in Costa Rica und Chile. In Kanada war ein entsprechender Gesetzentwurf bereits 2015 eingebracht worden.

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Tierparks, die immer noch Wale als Attraktion halten, sehen sich auch in anderen Ländern zunehmendem Druck ausgesetzt. Im vergangenen Jahr hatte der britische Reiseveranstalter Thomas Cook angekündigt, keine Touren mehr zu Freizeitparks anzubieten, die Orcas halten.

fek/AFP

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