Neues aus der Geoforschung Imposante Klimaprognosen, Schutz vor Erdbeben, Meteoriten-Dröhnen

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3. Teil: Weltweites Dröhnen des Meteoriten


Am Morgen des 15. Februar registrierte die internationale Organisation zum Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO) das stärkste Ereignis seit Beginn ihrer Messungen. Das globale Warnsystem für Atomexplosionen zeichnete eine Knallkaskade über Russland auf. 17 der 45 Messgeräte der CTBTO rund um den Globus meldeten das dumpfe, durchdringende, aber für Menschen unhörbare Geräusch (siehe Video).

Zufällig wurde das Ereignis auch optisch aufgezeichnet - denn es passierte direkt vor einer Großstadt: Über Tscheljabinsk war ein Meteor explodiert. Doch auch ohne die Bilder hätte die CTBTO das größte Meteoritenereignis seit mehr als 100 Jahren auf der Erde entdeckt - mit ihren Horchposten.

Einen Atomtest habe man sogleich ausschließen können: Das Geräusch wanderte, und es veränderte seine Lautstärke - die Eigenschaften waren nicht mit einem fixen Ereignis vereinbar. "So konnten wir das Geschehen auch gleich von einem Vulkanausbruch oder einer Bergbauexplosion abgrenzen", sagt CTBTO-Akkustiker Pierrick Mialle.

Mobilnutzer können das Video hier sehen.

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