»Klimabericht«-Podcast Klimaschutz aus dem All – wie uns Satelliten helfen könnten

Weltraumflüge stoßen große Mengen Treibhausgase aus. Wissenschaftler arbeiten daran, die Missionen ins All sauberer zu gestalten. Denn die Raumfahrt kann helfen, die Klimakrise zu bekämpfen.

Die Zahl der Raketenstarts ins All wird sich in den kommenden Jahren massiv erhöhen. Zum einen, um neue Satelliten im Orbit zu platzieren; zum anderen, weil touristische Reisen in den Weltraum immer beliebter werden – einige Milliardäre waren schon dort, unter ihnen Amazon-Gründer Jeff Bezos. Noch ist das kaum bezahlbar, aber bald schon sollen die Trips preiswerter werden.

All das passt jedoch nicht so recht in eine Welt, die klimaneutral werden will, denn die Raumfahrt verbraucht Unmengen an fossilen Ressourcen. Raketen werden in den meisten Fällen mit Kerosin betrieben, beim Start werden daher massenhaft klimaschädliche Treibhausgase ausgestoßen. Dazu kommt: Die Raumfähren sind nur einmal verwendbar, und viele Tonnen Stahl werden für den Bau benötigt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen daher schon länger an Ideen, die Raketen nachhaltiger und klimafreundlicher zu gestalten.

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Aber warum das alles? Lässt sich die Raumfahrt nicht auf ein absolutes Minimum begrenzen? Tatsächlich kann uns die Forschungsarbeit im All auch mit dem Klimaproblem auf der Erde helfen – besonders die Satelliten im Orbit liefern immer neue Erkenntnisse.

Anna Christmann, die Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, sagt dazu im Podcast: »Wir bekommen wahnsinnig spannende Daten über die Bodenbeschaffenheit, Trockenheit und über langfristige Entwicklungen in der Atmosphäre. Und mit diesen Daten betreibt eine Vielzahl von wissenschaftlichen Institutionen Klimaforschung in der Praxis.«

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In dieser Folge von »Klimabericht«, unserem Podcast zur Klimakrise, dreht sich alles um die Raumfahrt. Wie können wir Raketenstarts grüner machen, und wie hilft die Forschung im Weltraum unserem Klima? Zu Gast sind diesmal die Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt Anna Christmann und Enrico Stoll vom Institut für Luft- und Raumfahrttechnik der TU Berlin. Außerdem zu Gast: Raumfahrtexperte Christoph Seidler aus dem SPIEGEL-Wissenschaftsressort.