Ursachen und Folgen Der Klimawandel - endlich verständlich

Wie steht es wirklich um die Erderwärmung? "Endlich verständlich" beantwortet alle wichtigen Fragen zum Klimawandel.
Foto: DPA

Alle Fakten zum Klimawandel - Endlich verständlich

Die Sonne ist der Motor des Klimas. Ihre Strahlung gelangt auf die Erde, die daraufhin Wärme abgibt. Die Wärme wird von Treibhausgasen in der Luft gefangen - Wasserdampf, Kohlendioxid (CO2) oder Methan verursachen einen Wärmestau: Sie lassen zwar Sonnenstrahlung durch, aber weniger Wärmestrahlung, die von der Erde zurück gestrahlt wird. Die Gase nehmen die Strahlung auf und geben sie in alle Richtungen ab, einen Teil Richtung Erdoberfläche, die sich deshalb umso mehr erwärmt, je mehr Treibhausgase freigesetzt werden. Ohne den natürlicherweise vorhandenen Treibhauseffekt wäre es auf der Erde mehr als 30 Grad kälter.

Forscher diagnostizieren einen erheblichen Einfluss des Menschen auf das Klima: Natürliche Einflüsse wie veränderte Sonnenaktivität oder Meeresströmungen können zumindest die Erwärmung seit den Siebzigerjahren nicht erklären, sie haben sich nicht gravierend genug verändert. Doch seit der Industrialisierung hat sich der Gehalt von CO2 in der Luft um 43 Prozent erhöht, weil der Mensch zunehmend Treibhausgase aus Kraftwerken, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft freisetzt.

Zwar können Wissenschaftler nicht ausschließen, dass auch unbekannte natürliche Phänomene das Klima verändern. Allerdings gilt die wärmende Wirkung von Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO2) und Wasserdampf seit Ende des 19. Jahrhunderts als physikalisch erwiesen. Messungen bestätigen, dass sich der Treibhauseffekt der Erde in den vergangenen Jahrzehnten tatsächlich verstärkt hat, weil sich zunehmend CO2 in der Luft sammelt. Die beobachteten räumlichen Muster der Erwärmung sprechen ebenfalls für einen Einfluss der Treibhausgase - sie wärmen vor allem untere Luftschichten.

Umstritten ist jedoch das Ausmaß der erwarteten Erwärmung (siehe Punkt 7). Viele Kräfte sind im Spiel: Schwankungen der Sonnenaktivität, Ozeanströmungen, Vulkanausbrüche, Vegetation, Eisflächen und Wolken beispielsweise. Wolken können beides: für Kühlung und Wärme sorgen – je nachdem, in welcher Höhe sie entstehen. Die Frage, wie stark diese Faktoren das Klima beeinflussen, ist Gegenstand der Forschung – ebenso die Folgen der Erwärmung.