Koblenz Archäologen graben Schwert aus dem 7. Jahrhundert aus

Vor 1300 Jahren hat mit ihm einmal ein fränkischer Krieger gekämpft: Archäologen haben in der Nähe von Koblenz ein Schwert aus der Zeit der Völkerwanderung entdeckt. Die Waffe ist außergewöhnlich gut erhalten - dank günstiger Bodenverhältnisse.
Merowingerschwert: Typische Waffe eines fränkischen Kriegers

Merowingerschwert: Typische Waffe eines fränkischen Kriegers

Foto: Thomas Frey/ dpa

Koblenz - Sogar der Holzgriff und die Überreste der Lederscheide des großen einschneidigen Hiebschwerts sind noch erhalten. Zierprägungen, Bronzeklammern und Nietnägel sind auf dem "Sax" zu sehen, das Archäologen bei Grabungen im Kreis Mayen-Koblenz entdeckt haben.

Das "außergewöhnlich gut erhaltene" Merowingerschwert sei die typische Waffe eines fränkischen Kriegers und stamme aus der Zeit der Völkerwanderungen, teilte die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz in Koblenz mit.

Der Leiter der Koblenzer Außenstelle der Landesarchäologie, Axel Berg, nannte den Fund einen "Glücksfall", der in dieser Region einmalig sei. Das "außergewöhnlich gut erhaltene Hiebschwert" habe aufgrund günstiger Bodenverhältnisse in seiner Gesamtheit konserviert werden können. Entdeckt wurde das Schwert bei inzwischen abgeschlossenen Ausgrabungen in einem Gräberfeld bei Thür im Kreis Mayen-Koblenz.

lub/ddp