Nach Chiles Absage der COP25 Madrid will Uno-Klimakonferenz ausrichten

Eigentlich sollte die diesjährige UN-Klimakonferenz in Chile stattfinden. Doch die Regierung sagte wegen schwerer Unruhen im Land ab. Nun könnte eine Lösung gefunden sein.

Klimakonferenz 2018 in Katowice: Da war die Stimmung noch gut
REUTERS

Klimakonferenz 2018 in Katowice: Da war die Stimmung noch gut


In gerade einmal fünf Wochen soll die Uno-Klimakonferenz starten - doch wo der Gipfel mit mehreren Zehntausend Teilnehmern aus der ganzen Welt stattfinden wird, ist momentan unklar. Nun hat Spaniens Ministerpräsident, Pedro Sánchez, Madrid als Ausrichtungsort vorgeschlagen.

Sánchez habe dem chilenischen Präsidenten Sebastián Piñera seine Kooperation zugesagt, und dies beinhalte auch, die COP25 gegebenenfalls in Spaniens Hauptstadt abzuhalten, teilte die Regierung am Donnerstagnachmittag mit.

Die Bundesregierung und die Klimachefin der Vereinten Nationen, Patricia Espinosa, begrüßten den Vorstoß der spanischen Regierung. Damit könne die Konferenz wie geplant vom 2. bis 13. Dezember stattfinden, teilte Espinosa am Donnerstag mit. Man hoffe, dass das zuständige Gremium diesen Vorschlag so bald wie möglich prüfe.

Am Mittwoch hatte es Spekulationen gegeben, dass Deutschland einspringen und die Konferenz in Bonn ausrichten könne. Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums sagte nun, man freue sich über das Angebot: "In Bonn wäre das so kurzfristig logistisch nicht möglich gewesen."

Chile hatte wegen der schweren Proteste, die das Land zuletzt erschütterten, die Ausrichtung des Gipfels abgesagt. Bei den Ausschreitungen kamen mindestens 20 Menschen ums Leben. Auslöser war die Anhebung der Preise für U-Bahn-Tickets gewesen. Am Montag unterzeichnete Piñera allerdings die entsprechenden Dekrete und erklärte den landesweiten Ausnahmezustand vorerst für beendet.

Die Weltklimakonferenz gilt als einer der bedeutendsten Gipfel der Vereinten Nationen. Der Gipfel sollte ursprünglich in Santiago de Chile stattfinden.

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lmd/dpa



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