Meeresfotografie Im Rachen des Riesenmauls

Sie sind faszinierend hässlich oder grotesk schön, und manche Exemplare sind einfach wunderbar in Szene gesetzt: Neue spektakuläre Fotos zeigen die Tiere der Unterwasserwelt, wie man sie selten zu sehen bekommt. SPIEGEL ONLINE präsentiert die 30 besten Aufnahmen.


Krebse auf der Jagd nach ahnungsloser Beute. Seewölfe bei der Attacke auf Seeigel. Ein Riesenmaul-Hai mit seinem enormen Rachen - so fotografiert, als wäre man fast schon verschluckt. Dazu Schwärme von Rochen, grasähnliche Aale, Fische mit Fetzen: Der neue Bildband "Planet Meer" zeigt bizarre Bewohner der Meere in beeindruckenden Aufnahmen.

Der 384 Seiten starke Wälzer, jetzt herausgegeben von "National Geographic", braucht den Vergleich mit ähnlich bildgewaltigen Büchern nicht zu scheuen: Die insgesamt 420 Fotos der Biologen Laurent Ballesta und Pierre Descamp dürften zum Spektakulärsten gehören, was seit langem in der Unterwasser-Fotografie stattgefunden hat.

Nicht wenige Fotos wirken, als ob sich Fische und Krebse eigens in Positur geworfen hätten, um besonders gut auszusehen. Bei manchen Gesellen ist das gute Aussehen freilich relativ: Der Steinfisch etwa ist von geradezu faszinierender Hässlichkeit und obendrein hochgiftig.

Experten der Weltnaturschutzunion IUNC ergänzen die Bilder mit Hintergrundinformationen und bieten aktuelles Fachwissen zum Ökosystem Ozean - verbunden mit dem Appell, die Meere und ihre in vielen Teilen bedrohte Tier- und Pflanzenwelt zu schützen.

Die Bilder werden auch bei einer Ausstellung gezeigt, die vom 26. September bis 1. Oktober bei der Photokina auf dem Messegelände Köln stattfindet.


Laurent Ballesta / Pierre Descamp: "Planet Meer", National Geographic, 384 Seiten, 49,95 Euro.

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