500 Millionen Barrel Größtes Ölvorkommen seit mehr als 30 Jahren in Mexiko entdeckt

Der Fund soll Mexikos Ölindustrie zu neuem Aufschwung verhelfen: Im Bundesstaat Tabasco wird ein Bohrfeld erschlossen, das bald bis zu 110.000 Barrel täglich liefern könnte.
Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador besucht eine Raffinerie der Firma Pemex im Bundesstaat Tabasco

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador besucht eine Raffinerie der Firma Pemex im Bundesstaat Tabasco

Foto: Mexicos Presidency/ REUTERS

Im Südosten von Mexiko sind offenbar die größten Ölvorkommen der vergangenen 30 Jahre entdeckt worden. Das Feld Quesqui im Bundesstaat Tabasco an der Golfküste verfüge über bestätigte und mögliche Reserven, die 500 Millionen Barrel (rund 79.500 Millionen Liter) Rohöl entsprechen, wie der staatliche Energiekonzern Pemex am Freitag mitteilte.

In zwei Jahren könnten dort täglich bis zu 100.000 Barrel Öl gefördert werden, sagte Präsident Andrés Manuel López Obrador bei einem Rundgang. "Die Ölindustrie ist fundamental für die Entwicklung Mexikos."

Laut Pemex-Chef Octavio Romero wurde die erste Bohrung auf dem Feld Quesqui im Juni vorgenommen. Derzeit fördere man dort 4500 Barrel am Tag. Im kommenden Jahr sollen auf dem 34 Quadratkilometer großen Areal 69.000 Barrel am Tag gefördert werden - und bis 2021 sogar 110.000 Barrel täglich.

Die mexikanische Regierung hofft, mit der Entdeckung des Ölfelds eine Trendwende einleiten zu können. Aufgrund fehlender Investitionen in moderne Technik fällt die Ölproduktion in dem lateinamerikanischen Land seit 14 Jahren stetig. Während 2004 in Mexiko täglich noch 3,4 Millionen Barrel gefördert wurden, waren es zuletzt nur noch 1,7 Millionen Barrel.

Die Opec und weitere Förderstaaten wie Russland und auch Mexiko hatten in dieser Woche verkündet, die weltweite Ölförderung weiter zu drosseln. Mit solchen Maßnahmen versuchen die 24 sogenannten Opec+-Staaten, den Ölpreis nach oben zu treiben. Da Mexikos Fördermengen aber bisher ohnehin unter dem festgesetzten Limit lagen, ist das Land davon nicht betroffen.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes hieß es, 500 Millionen Barrel Rohöl entsprächen 7950 Millionen Litern. Tatsächlich sind es 79.500 Millionen Liter. Wir haben die Stelle korrigiert.

lov/AP/dpa
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