Mysteriöses Massensterben Auch in Louisiana fallen Hunderte Vögel vom Himmel

Schon wieder gibt ein Massentod von Vögeln in den USA Rätsel auf: In Louisiana fielen Hunderte tote Rotschulterstärlinge und Stare vom Himmel - erst Silvester waren weiter nördlich Tausende Vögel abgestürzt. Auch in Schweden gibt es ein mysteriöses Vogelsterben.
Toter Rotschulterstärling in Arkansas: Massentod am Himmel

Toter Rotschulterstärling in Arkansas: Massentod am Himmel

Foto: REUTERS/ Arkansas Game and Fish Commission

Washington - Das Vogelsterben in den USA geht weiter. In einer Ortschaft im Bundesstaat Arkansas waren in der Silvesternacht Tausende Rotschulterstärlinge vom Himmel gefallen. Nun wurden 600 Kilometer südlich weitere 500 tote Vögel entdeckt. Erneut starben vor allem Rotschulterstärlinge, daneben aber auch Stare. Die verendeten Tiere seien nahe der Ortschaft Pointe Coupee gefunden worden, berichten lokale Medien. Die Kadaver hätten auf einer Landstraße gelegen. Die Todesursache sei unklar, hieß es.

Auch in Schweden gibt es ein mysteriöses Vogelsterben. In der Kleinstadt Falköping seien am späten Dienstagabend rund 50 bis 100 Vogelkadaver auf einer Straße gefunden worden, berichten Regionalmedien. Tierärzte untersuchten die toten Dohlen derzeit.

Vor dem Vorfall in Louisiana hatte ein erstes mysteriöses Vogelsterben im Bundesstaat Arkansas in der Silvesternacht für Aufsehen gesorgt. Nach wie vor ist unklar, warum die rund 5000 Vögel über dem Städtchen Beebe vom Himmel stürzten. Tiermediziner der staatlichen Veterinärkommission schlossen in ihrem vorläufigen Bericht aus, dass Krankheiten oder Viren für den massenhaften Tod der Rotschulterstärlinge (Agelaius phoeniceus) verantwortlich sind. Alle wichtigen Organe seien gesund gewesen, heißt es.

Vielmehr erhärte sich der Verdacht, dass die Vögel durch Silvesterböller aufgeschreckt worden sind. Die Tiere seien in der Nacht umhergeflogen, was sie sonst nicht täten, da sie im Dunkeln schlecht sehen könnten, erklärten Experten. Aber auch Hagelstürme und Gewitter wurden als mögliche Ursache genannt.

Das erneute Massensterben von Vögeln macht das Ganze noch mysteriöser. Dass ein großer Vogelschwarm über dem Binnenland abstürzt, ist sehr ungewöhnlich, sagt Wolfgang Fiedler von der Vogelwarte Radolfzell des Max-Planck-Instituts für Ornithologie. Zumal momentan keine Wanderungszeit sei und sich damit nur wenige Vogelarten in derart großen Schwärmen zusammenfänden.

boj/dpa
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