Wetterstatistik Juni 2016 stellt neuen Hitzerekord auf

Der vergangene Monat war der weltweit heißeste Juni seit Beginn der Aufzeichnungen. US-Meteorologen gehen davon aus, dass das Gesamtjahr 2016 einen neuen Temperaturrekord markiert.
Dürre in Spanien

Dürre in Spanien

Foto: FERNANDO BUSTAMANTE/ ASSOCIATED PRESS

Der zu Ende gegangene Monat hat abermals einen Temperaturrekord gebrochen: Nach Berechnungen der US-Klimabehörde NOAA handelte es sich weltweit um den heißesten Juni seit Beginn ihrer Temperaturaufzeichnungen 1880.

Damit sei der Juni der 14. Monat in Folge gewesen, in dem ein neuer Temperaturrekord verzeichnet worden sei, teilte die Behörde mit . Eine solche Serie von Rekordmonaten habe es in der 136-jährigen Geschichte der Temperaturaufzeichnungen noch nicht gegeben.

Den weltweiten Temperaturschnitt über Land und Wasser im Juni gab die NOAA mit 15,5 Grad Celsius an. Dieser Wert liegt 0,9 Grad über dem Mittel des 20. Jahrhunderts. Auch die erste Jahreshälfte 2016 war die wärmste bislang registrierte Jahreshälfte. Die Durchschnittstemperatur der Erde war von Januar bis Juni 1,05 Grad höher als im Mittel des 20. Jahrhunderts. Damit zeichnet sich auch für das Gesamtjahr ein neuer Rekord ab.

Klimawandel und El Niño

Die US-Fachbehörde wies zudem darauf hin, dass in den vergangenen Monaten immer mehr rekordhafte Abweichungen von den mittleren Monatswerten registriert worden seien. 14 von 15 dieser Spitzenabweichungen in jüngster Zeit seien seit Februar 2015 gemessen worden, was auf eine Beschleunigung der Erderwärmung schließen lasse.

Als weitere Ursache für die Rekorde in den vergangenen Monaten gilt das pazifische Wetterphänomen El Niño. Es sorgt dafür, dass alle paar Jahre große Mengen an warmem Wasser an die Oberfläche des tropischen Pazifiks quellen - Dürre, Hitze und Waldbrände waren die Folge.

Meteorologen gehen davon aus, dass die Serie immer neuer Temperaturrekorde irgendwann in den kommenden Monaten erst einmal enden wird. Das liegt am Wetterphänomen La Niña, das El Niño schon im Herbst ablösen könnte. Dann strömt an der Westküste Südamerikas kaltes Tiefenwasser an die Oberfläche des Ozeans - was die Temperaturen erst einmal wieder sinken lässt.

An der Gesamtbilanz für 2016 dürfte das aber kaum etwas ändern. Die ersten Monate des Jahres waren einfach zu hitzig.

hda/chs/AFP
Mehr lesen über Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.