3400 Euro Belohnung Wer findet diesen süßen Vogel?

Ausgestorben oder nicht? Das ist die Frage bei einer Vogelart in Neuseeland. Ein Verein hat nun eine Belohnung für denjenigen ausgelobt, der doch noch ein Tier entdeckt - vorzugsweise lebendig.

Zeichnung des Südinsel-Kokakos
DPA

Zeichnung des Südinsel-Kokakos


Vor zehn Jahren wurde er das letzte Mal gesehen, mittlerweile gilt der Südinsel-Kokako als ausgestorben. Doch ein gemeinnütziger Verein will nicht aufgeben - und hat nun ein Kopfgeld auf den Vogel ausgesetzt.

"Die Stiftung wird 5000 Neuseeland-Dollar für die Information bezahlen, die zeigt, dass der Südinsel-Kokako noch lebt", heißt es auf der Website. Das Kopfgeld entspricht rund 3400 Euro.

Lebensräum zerstört, Eier gefressen

Der Vogel mit seinem charakteristischen orangefarbenen Lappen unter der Kehle kam früher vielfach in den Wäldern von Neuseelands Südinsel vor - aber nur dort. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war er weit verbreitet.

Doch dann wurde sein Lebensraum zerstört. Der Südinsel-Kokako benötigt laut der Weltnaturschutzunion IUCN große Waldflächen. Zudem kamen Hermeline, Hausratten und Kusus, ein Beuteltier, auf die Insel und töteten die Vögel oder fraßen die Eier.

Auf der Nordinsel gibt es den Kokako noch. Von seinem südländischen Kollegen unterscheidet er sich aber deutlich durch die Farbe des Kehllappens: Im Norden ist er blau. Von der Nord-Version leben nach Schätzung von Experten auch nur noch etwa 1000 Exemplare.

Nordinsel-Kokako (Archivbild)
DPA

Nordinsel-Kokako (Archivbild)

Der Vorsitzende der wohltätigen South-Island-Kokako-Stiftung, Euan Kennedy, sagte: "Wenn es den Südinsel-Kokako noch gibt, sind nur noch sehr wenige Vögel übrig. Wir müssen sie so schnell wie möglich ausfindig machen."

"Gesucht - am liebsten lebendig"

Für die Suche wurde auch ein Steckbrief mit einem digital erstellten Bild veröffentlicht, das zeigt, wie der Vogel in etwa aussieht. Darauf heißt es: "Wanted. Preferably alive." - auf Deutsch: "Gesucht. Am liebsten lebendig." Fotos von lebenden Südinsel-Kokakos existieren bislang keine.

Das Preisgeld soll nur ausgezahlt werden, wenn ein Expertengremium aus neuseeländischen Vogelforschern sich einig ist, dass tatsächlich der Beweis für die Existenz des Südinsel-Kokako erbracht ist. Der Vogel - zu Deutsch auch Lappenkrähe genannt - ist etwas kleiner als eine Taube.

sep/dpa

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