Syrien und USA isoliert Nicaragua unterzeichnet Pariser Klimapakt

Als eines der letzten Länder der Welt will nun auch Nicaragua dem Pariser Klimaschutzabkommen beitreten, die nötigen Unterlagen sind bereits eingereicht. Jetzt lehnen bloß noch Syrien und die USA den Vertrag ab.

Rosario Murillo und Daniel Ortega (Juli 2016)
REUTERS

Rosario Murillo und Daniel Ortega (Juli 2016)


"Auch wenn es kein ideales Abkommen ist, ist es doch das einzige Instrument, um die Verschmutzung zu stoppen und zu reduzieren, die den Planeten vergiftet": Mit diesen Worten an die Vereinten Nationen hat Nicaragua erklärt, dem Pariser Klimaschutzabkommen beizutreten.

Obwohl die Regierung des mittelamerikanischen Landes nicht voll von dem Vertrag überzeugt sei, habe Präsident Daniel Ortega das Dokument unterzeichnet, teilte Vizepräsidentin Rosario Murillo mit. Der Vertrag habe viele Schwächen und verpflichte die Verantwortlichen für Umweltverschmutzung und Klimaerwärmung zu nichts, hatte Ortega zuletzt gesagt.

Der Klimapakt von 2015 gilt als Meilenstein zur Bekämpfung des Klimawandels. Er sieht vor, die Erderwärmung in den nächsten Jahrzehnten zu bremsen und so die Folgen wie Dürren und einen Anstieg der Weltmeere zu mildern. Fast alle Länder der Welt traten dem Abkommen bei. Nur Nicaragua und Syrien schlossen sich seinerzeit dem Vertrag nicht an.

US-Präsident Donald Trump hatte am 1. Juni dieses Jahres verkündet, dass sein Land das historische Klimaabkommen von Paris kündigen werde. "Als jemand, dem die Umwelt sehr am Herzen liegt, kann ich nicht guten Gewissens einen Deal unterstützen, der die USA bestraft", sagte Trump. Das Abkommen sei ungerecht.

Im August erklärten die USA den Austritt offiziell mit einem Schreiben an die Uno. Wenige Wochen darauf brachte Trumps Außenminister Rex Tillerson einen möglichen Rückzug vom Rückzug ins Gespräch.

aar/dpa/Reuters



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
RalfHenrichs 24.10.2017
1. Da bei Nicht-Einhaltung keine Sanktionen
vorliegen, ist die Zustimmung zu diesem Vertrag auch recht problemlos. Als Klimaschützer ist mir daher auch Trump lieber als Merkel: Trump macht keine klimaschützenden Maßnahmen und sagt, dass er gegen Klimaschutz sei. Merkel macht keine klimaschützenden Maßnahmen (läßt z.B. die Kohlekraftwerke weiterlaufen) und sagt, dass sie für Klimaschutz sei. Trump ist in diesem Punkt also ehrlich, Merkel verlogen. Dennoch ist das Abkommen gut. Jetzt muss halt "nur" noch darum gekämpft werden, dass diese Ziele auch eingehalten und durchgesetzt werden. Das ist aber der eigentliche Kampf.
SIBBESIBBE 24.10.2017
2. Kein Abkommen
sonder eine unverbindlische Uübereinkunft...
Worldwatch 24.10.2017
3. Wer's glaubt
Zitat: ?Als jemand, dem die Umwelt sehr am Herzen liegt, ...", sagte Trump. Man weiß nicht, ausser Luxus, Golfspiel und nebliger Nationalismen, was dem US Präsidenten ?am Herzen? läge. Aber bzgl. Umweltschutz hat er bislang eher genau das Gegenteil gezeigt, und schleift Naturschutzgebiete, lockert überall Umweltschutzvorgaben. Wobei man nicht zu sehr auf ihn eindreschen mag; die politische EU, so auch die Bundesrepublik, sind bzgl. Umweltschutz, auch Klimapolitik, eher nur Hohlschwätzer und Aussitzer.
verspiegelt24 24.10.2017
4. Alles Ansichtssache...
@Ralf, Merkel tut vielleicht nichts zur Verbesserung, weil Sie die großen Dreckschleudern nicht abschaltet. ABER mit vielen kleinen Projekten hat sie mehr erreicht als versprochen. Trump dagegen ist vorallem ausgetreten, damit er zu Gunsten seiner Wirtschaft der Umwelt noch mehr schaden kann.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.