Nobelpreis für Chemie 2015 Wächter über das Erbgut

Was schützt den Menschen davor, dass sich sein Erbgut lebensgefährlich verändert? Tomas Lindahl, Paul Modrich und Aziz Sancar haben das erforscht - und jetzt den Nobelpreis für Chemie bekommen. Ihre Erkenntnisse helfen bei neuen Krebstherapien.
Nobelpreis für Chemie 2015: Wächter über das Erbgut

Nobelpreis für Chemie 2015: Wächter über das Erbgut

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Nobelpreis 2015: Erbgut-Korrektur
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Nobelpreis 2015: Erbgut-Korrektur

Unsere DNA besteht aus den Nukleinbasen Adenin, Guanin, Cytosin und Thymin. Cytosin bildet ein Basenpaar mit Guanin, Adenin mit Thymin. Lindahl entdeckte, dass Cytosin chemisch vergleichsweise instabil ist und leicht eine Aminogruppe verliert. Dadurch wird es zur Nukleinbase Uracil, die sich statt mit Guanin mit Adenin verbindet. Damit es nicht zu verheerenden Veränderungen der Erbinformation kommt, entfernen Enzyme das Uracil aus der DNA und schließen die Lücke wieder mit Cytosin. Lindahl veröffentlichte den Mechanismus 1974.

Unsere DNA besteht aus den Nukleinbasen Adenin, Guanin, Cytosin und Thymin. Cytosin bildet ein Basenpaar mit Guanin, Adenin mit Thymin. Lindahl entdeckte, dass Cytosin chemisch vergleichsweise instabil ist und leicht eine Aminogruppe verliert. Dadurch wird es zur Nukleinbase Uracil, die sich statt mit Guanin mit Adenin verbindet. Damit es nicht zu verheerenden Veränderungen der Erbinformation kommt, entfernen Enzyme das Uracil aus der DNA und schließen die Lücke wieder mit Cytosin. Lindahl veröffentlichte den Mechanismus 1974.

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UV-Strahlung kann beispielsweise dazu führen, dass sich fälschlicherweise zwei Thyminbasen verbinden. Ein Enzym ist speziell dazu da, diesen Fehler zu finden und die fehlerhafte Information aus der DNA herauszuschneiden. Die Zelle füllt die Lücke schließlich mit den korrekten Informationen.

UV-Strahlung kann beispielsweise dazu führen, dass sich fälschlicherweise zwei Thyminbasen verbinden. Ein Enzym ist speziell dazu da, diesen Fehler zu finden und die fehlerhafte Information aus der DNA herauszuschneiden. Die Zelle füllt die Lücke schließlich mit den korrekten Informationen.

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Wenn DNA kopiert wird, werden manchmal unpassende Basenpaare zusammengefügt. Zwei Enzyme sind dafür zuständig, diese Fehler zu identifizieren. Ein weiteres erkennt die Methylgruppe, die nur am Original-Strang zu finden ist. So weiß die Zelle, welche Information die richtige ist. Die falsche Information wird daraufhin aus dem kopierten Strang geschnitten und durch die richtige Information ersetzt.

Wenn DNA kopiert wird, werden manchmal unpassende Basenpaare zusammengefügt. Zwei Enzyme sind dafür zuständig, diese Fehler zu identifizieren. Ein weiteres erkennt die Methylgruppe, die nur am Original-Strang zu finden ist. So weiß die Zelle, welche Information die richtige ist. Die falsche Information wird daraufhin aus dem kopierten Strang geschnitten und durch die richtige Information ersetzt.

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