Operation "Top Kill" am Meeresgrund BP überträgt Live-Bilder vom Ölleck

Die Operation "Top Kill" läuft: Schlamm und Zement sollen das sprudelnde Leck im Golf von Mexiko abdichten. Es ist ein riskanter Versuch, die Katastrophe einzudämmen - BP zeigt im Internet Live-Bilder vom Meeresgrund.
Live-Bilder aus der Tiefe: BP zeigt Internet-Stream vom Ölleck

Live-Bilder aus der Tiefe: BP zeigt Internet-Stream vom Ölleck

Hamburg - Der womöglich entscheidende Vorstoß gegen die Ölpest im Golf von Mexiko hat begonnen: Mit einer Schlamm-Kanone will BP das Ölleck zuschießen. Bei der beispiellosen Aktion in 1600 Meter Wassertiefe sollen über zwei Leitungen 6300 bis 8000 Liter Schlamm und Zement ins Loch gepumpt werden. Mit der "Top Kill"-Methode soll die sprudelnde Quelle in 1600 Metern Wassertiefe verstopft werden.

Mit hoher Geschwindigkeit sollen Schlamm und Zement in die undichten Stellen gepumpt werden. Doch die "Top Kill"-Methode wurde bislang nur an Land ausprobiert - misslingt der Versuch, könnte das Öl sogar noch schneller auslaufen. "Wir können nicht garantieren, dass es wirklich funktioniert", sagte BP-Sprecher Robert Wine. BP-Vorstandschef Tony Hayward bezifferte die Erfolgsaussichten mit dem "Top Kill" im Golf auf 60 bis 70 Prozent.

Die Operation werde live im Internet übertragen , teilte BP mit. Damit beugt sich das Unternehmen dem Druck der US-Regierung, verlautete aus Washingtoner Kreisen. Laut BP kann es zwischen mehreren Stunden und zwei Tagen dauern, ehe feststehe, ob der "Top Kill" erfolgreich verlaufen sei.

boj
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