Pacaya in Guatemala Vulkan speit Glut und Asche

Der Vulkan Pacaya in Guatemala stößt kilometerhohe Aschewolken aus, Lavaströme fließen die Berghänge hinab. Behörden raten der Bevölkerung, vorsorglich Notfallrucksäcke zu packen.
Ausbruch des Pacaya am 3. März 2021

Ausbruch des Pacaya am 3. März 2021

Foto: Esteban Biba / EPA

Zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen ist der Vulkan Pacaya in Guatemala ausgebrochen. An dem Vulkan rund 50 Kilometer südlich von Guatemala-Stadt wurden am Freitag – wie schon am Mittwoch – starke Explosionen registriert, wie die Katastrophenschutzbehörde des mittelamerikanischen Landes mitteilte.

Der rund 2500 Meter hohe Berg spie demnach Glut und eine dichte Säule aus Asche und Gas, die eine Höhe von 5500 Metern über dem Meeresspiegel erreichte. An der Südflanke Pacayas wurden drei Lavaströme von bis zu 1500 Meter Länge gemeldet.

Notfallrucksäcke packen

Der Wind trug den Angaben zufolge grobkörnige Asche in westliche und südwestliche Richtung in die umliegenden Gemeinden – auch die gut 30 Kilometer entfernte Bezirkshauptstadt Escuintla könne davon etwas abbekommen. Es könne auch zum Herabfallen von Steinfragmenten kommen, hieß es.

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Nachdem der Vulkan den ganzen Tag über ein hohes Maß an Aktivität gezeigt hatte, sei es nicht auszuschließen, dass diese noch zunehme oder zumindest in den kommenden Stunden fortbestehe, hieß es am Freitagabend (Ortszeit) vom Katastrophenschutz unter Berufung auf Guatemalas vulkanologisches Institut Insivumeh.

Pacaya am 3. März 2021

Pacaya am 3. März 2021

Foto: Santiago Billy / AP

Die Bevölkerung wurde aufgefordert, auf Hinweise der Behörden zu eventuellen Evakuierungen zu achten, sich nicht in Gefahr zu begeben, Notfallrucksäcke zu packen, Wassertanks abzudecken und Mund- und Nasenschutz als Schutz vor Feinstaub zu tragen.

Ein Kilometer langer Lavastrom

Bereits bei der Eruption am Mittwoch war die Aktivität des Vulkans sehr hoch, wie der Katastrophenschutz damals mitteilte. Es wurden starke Explosionen registriert, die bis zu 800 Meter über den Krater reichten. Zudem hatte sich eine knapp einen Kilometer hohe Aschesäule gebildet.

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Das vulkanologische Institut Insivumeh veröffentlichte bei Twitter Videoaufnahmen und Fotos vom Pacaya, auf denen etwa zu sehen war, wie Lava den Berg hinunterfloss. An der südöstlichen Flanke des Vulkans seien es am Mittwoch drei knapp 800 bis 1000 Meter lange Ströme gewesen, hieß es in einer Mitteilung. Die örtlichen Behörden warnten bereits am Mittwoch, die Aktivität des Vulkans könne sich weiter erhöhen.

Pacaya ist einer von mehreren Vulkanen in der Gegend. Bei einem Ausbruch des nahe gelegenen Feuervulkans (Volcán de Fuego) im Juni 2018 kamen rund 200 Menschen ums Leben.

jme/dpa
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