Papua-Neuguinea Vulkan Ulawun stößt kilometerhohe Aschewolke aus

Er gilt als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt: In Papua-Neuguinea ist der Ulawun ausgebrochen. Ein Lavastrom soll eine wichtige Straße auf der Insel unterbrochen haben.

Ulawun in Papua-Neuguinea: Einer der gefährlichsten Vulkane der Welt
AFP

Ulawun in Papua-Neuguinea: Einer der gefährlichsten Vulkane der Welt


Der Vulkan Ulawun in Papua-Neuguinea ist ausgebrochen. Laut der örtlichen Katastrophenschutzbehörde begann der Vulkan am frühen Morgen zu rumoren, anschließend spie er kilometerhohe Aschewolken aus. Bewohner umliegender Dörfer ergriffen die Flucht.

Der Ulawun liegt auf der abgelegenen Insel Neubritannien im Bismarck-Archipel. Nach Angaben von Wissenschaftlern besteht bei ihm ein erhebliches Risiko für große und heftige Eruptionen. Obwohl er einer der aktivsten Vulkane des Landes ist, leben tausende Menschen in seinem Schatten.

Nach Berichten von Augenzeugen unterbrach ein Lavastrom die wichtigste Landstraße im Norden der Insel. "Der Himmel ist schwarz", berichtete ein Manager einer nahegelegenen Palmen-Plantage. Die Bewohner umliegender Dörfer wurden seinen Angaben zufolge in Sicherheit gebracht.

Einer der gefährlichsten Vulkane der Welt

Das australische Meteorologie-Büro teilte mit, dass die Aschewolke mehr als 13 Kilometer hoch war. Die Behörde empfahl Fluggesellschaften, die Region zu meiden. Das nahe dem Vulkan gelegene Rabaul-Beobachtungszentrum berichtete, die Rauchwolke werde zusehends dunkler, was auf einen höheren Ascheanteil hindeute. Damit drohten Atemprobleme und Augen- sowie Hautreizungen wegen des hohen Säuregehalts.

Der Ulawun gilt als einer der gefährlichsten Vulkane der Welt. Mit einer Höhe von 2334 Meter gehört er gleichzeitig zu den höchsten Bergen des riesigen Inselstaates. Immer wieder kommt es zu kleineren oder größeren Ausbrüchen. Im September 2000 mussten bei einem großen Ascheregen mehr als 4000 Menschen aus der Region evakuiert werden.

In der Gegend gibt es unzählige Vulkane. Im Nachbarland Indonesien ereignen sich fast täglich Ausbrüche. Meistens jedoch ohne ernsthafte Folgen. Im November 2010 starben auf der Insel Java bei einem Ausbruch mehr als 300 Menschen.

bam/AFP

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insgesamt 2 Beiträge
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Ruhrsteiner 26.06.2019
1. Sagen Sie Ihre Meinung? Gut, dann hätte ich einen Gegenvorschlag...
Nachdem vorhin auf den letzten Seiten zum Essay "Warum vor allen Frauen an der Klimafront aktiv sind" die Foristenbeiträge schließlich völlig am Thema vorbei liefen, und so einige selbsternannte Experten mit (z. T. fehlerhaftem) Teilwissen "brillierten" - SPON startet eine Serie zu den Grundlagen und zum "State of the Art" zum Thema "Treibhausgasemissionen und darauf folgende Beeinträchtigungen des Klimas". Die meisten Foristen scheinen sich nämlich weniger um den aktuellen Stand von Wissenschaft & Forschung zu kümmern, obwohl der eigentlich bspw. über Science Daily online problemlos täglich kurz nachgelesen werden kann. Allerdings natürlich auf englisch. Wie wäre es damit, auf deutsch?
BoMo_UAE 27.06.2019
2. Klimaschaeden
Ich bin kein Leugner des menschengemachten Klimawandels, moechte jedoch in die ganze Diskussion und Problematik Naturkatastrophen wie Vulkanismus und Waldbraende mit beruecksichtigt wissen. Es ist aus der Geschichte bekannt, dass einzelne Vulkanausbrueche das Klima ueber Jahre, sogar Jahrzehnte beeinflusst haben. Eine Eruption stoesst all das, wogegen wir mit der neuen Klimapolitik kaempfen in solchen Massen aus, dass jede Anstrengung dagegen marginal erscheint. Und das ist auf der Erde schon sehr lang so.
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