Perseiden-Saison Sternschnuppen im Anflug

Der Meteorstrom der Perseiden gilt als Höhepunkt des astronomischen Jahres. Im August schießen wieder unzählige Sternschnuppen über den Nachthimmel. Alles Wichtige zum Spektakel finden Sie hier.
Zwischen dem 11. und 13. August wird in Deutschland ein Himmelsspektakel erwartet

Zwischen dem 11. und 13. August wird in Deutschland ein Himmelsspektakel erwartet

Foto: HEINZ-PETER BADER/ REUTERS

Die Perseiden sind im Anflug: Mit Dutzenden Sternschnuppen pro Stunde verspricht der hochsommerliche Meteorstrom ein Himmelsspektakel, das auch ohne optische Hilfsmittel am nächtlichen Firmament zu sehen ist. Dafür am besten geeignet sind die Nächte vom 11. zum 12. und vom 12. zum 13. August, wie die Vereinigung der Sternfreunde (VdS) und das Heidelberger Haus der Astronomie mitteilen .

Der jährlich wiederkehrende Sternschnuppenstrom erreicht demnach am Vormittag des 12. Augusts seinen Höhepunkt. In den Nächten davor und danach geht der Mond erst nach Mitternacht auf, so dass die späten Abendstunden nicht vom Mondlicht aufgehellt werden - ideale Bedingungen also, um nach den legendären Perseiden Ausschau zu halten. Perfekte Bedingungen sind keineswegs selbstverständlich. Im vergangenen Jahr wurde der Blick auf die Perseiden durch einen nahezu vollen Mond und vielerorts Wolken beeinträchtigt.

20 bis 50 Sternschnuppen pro Stunde möglich

Himmelsgucker sollten in Richtung Osten blicken. Dort geht das Sternbild Perseus auf, nach dem diese Sternschnuppen benannt wurden. In diesem Jahr werden zwar bis zu hundert Meteore pro Stunde erwartet - da dieser Höhepunkt des Stroms aber in die Vormittagsstunden fällt, kann er nicht beobachtet werden. Doch in den Nächten um das Maximum herum sind den Angaben zufolge immer noch 20 bis 50 Sternschnuppen pro Stunde möglich.

Die beste Sicht auf die Perseiden bieten den Angaben zufolge die späten Abendstunden des 11. und des 12. Augusts jeweils vor Mondaufgang - wolkenfreien Himmel natürlich vorausgesetzt.

Namensgeber Perseus

Seit jeher markieren die Augustmeteore für Sternschnuppenfans einen festen Termin im astronomischen Jahreskalender. Die Sommersternschnuppen wurden nach dem Sternbild Perseus benannt, weil dort ihr scheinbarer Ausgangspunkt liegt. Astronomen sprechen vom sogenannten Radianten des Schwarms.

In Wahrheit kommen die Sternschnuppen aber aus der unmittelbaren Erdumgebung: Auf seiner Bahn um die Sonne kreuzt unser Planet alljährlich zwischen Mitte Juli und Ende August eine Wolke winziger Teilchen, die der Komet 109P/Swift-Tuttle auf seiner Bahn um unser Zentralgestirn zurückließ.

Geschwindigkeit von 216.000 Kilometern pro Stunde

Trifft die Erde auf die kosmische Staubspur dieses etwa alle 133 Jahre wiederkehrenden Kometen, dringen die oft nur stecknadelkopfgroßen Partikel mit 60 Kilometern pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein - also mit der unfassbaren Geschwindigkeit von 216.000 Kilometern pro Stunde. In einer Höhe von 80 bis hundert Kilometern erzeugen die kleinen Staubteilchen dann die Lichterscheinungen, die Sternschnuppen genannt werden.

Eine besondere Ausrüstung brauchen Himmelsgucker für die Beobachtung der Perseiden nicht - ein Liegestuhl oder eine Isomatte und eine gute Rundumsicht reichen aus. Die besten Beobachtungsmöglichkeiten bietet ein Platz fernab der von Kunstlicht durchfluteten Städte. Wer den Meteorstrom fotografieren will, sollte ein Weitwinkelobjektiv verwenden, die Kamera auf ein Stativ montieren und eine Langzeitbelichtung wählen.

Sternhimmel hat zusätzlich eine Planetenparade zu bieten

Neben den Perseiden hat der Sternhimmel derzeit nach Angaben der VdS und des Hauses der Astronomie auch eine wahre Planetenparade zu bieten: Der auffällig helle Jupiter ist fast die gesamte Nacht hindurch gut zu sehen und wandert zusammen mit dem etwas lichtschwächeren Saturn von Südost nach Südwest.

Kurz nach Mitternacht gesellt sich im Osten der Rote Planet Mars dazu. Venus steht früh morgens als heller Morgenstern im Osten und vor Sonnenaufgang ist in der ersten Augusthälfte auch der flinke Merkur unmittelbar über dem Osthorizont zu sehen.

bam/AFP

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