Preisgekrönte Mikrofotografie Klein, kleiner, rätselhaft

Es sind aufsehenerregende Blicke in die Welt des Winzigen: Einmal im Jahr werden die Gewinner des Wettbewerbs Nikon Small World gekürt - nun stehen die Preisträger der aktuellen Auflage fest. Ihre Bilder zeigen Krebszellen, Moskitoherzen - und Sojasauce.

Dr. John Hart

Melville - Wer Zugriff auf ein Lichtmikroskop sowie eine Kamera hat und älter ist als 18 Jahre, der kann mitmachen. So lauten etwas vereinfacht die Regeln des Wettbewerbs Small World, den der Kamerahersteller Nikon seit 1974 regelmäßig ausschreibt. Meist sind es Wissenschaftler, die auf die Ausschreibung reagieren. Doch auch ambitionierte Hobbyfotografen können immer wieder Achtungserfolge landen.

Die Schönheit der eingesandten Bilder ist berauschend. Eine Jury aus Journalisten und Wissenschaftlern sucht aus ihnen die Sieger heraus. Gerade sind die Preisträger dieses Jahres veröffentlicht worden (siehe Fotostrecke). Der Hauptpreis des Wettbewerbs ist übrigens mit 3000 Dollar dotiert. Für das Geld muss der Geehrte - in diesem Jahr ging der Sieg an den Biologen Jonas King von der Vanderbilt University in Nashville (US-Bundesstaat Tennessee) - allerdings Fotoausstattung kaufen - und zwar vom Hauptsponsor.

Wer sich in Deutschland für Mikrofotografie interessiert, den interessieren zudem womöglich zwei aktuelle Ausstellungen: Sie laufen im Museum für Fotografie und der Alfred Ehrhardt Stiftung, beide in Berlin, bis zum 9. Januar 2011.

chs



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Ronald Dae 28.10.2010
1. Enttäuschendes Siegerfoto
Es ist genauso, wie beim jährlichen "World Press Photo"-Award; und zwar jedes Jahr wieder. Die Wahl des Gewinners ist völlig befreit von kreativen, künstlerischen resp. ästhetischen Gesichtspunkten. Es zählt einzig der Inhalt, nicht die Form oder das kreative Vermögen des Teilnehmers. :-( Und deshalb gewinnt mal wieder ein Foto, welches inhaltlich sicher bemerkenswert ist, aber ästhetisch (im direkten Vergleich zu den restlichen Teilnehmern) in die unterste Schublade der visuellen Wahrnehmung gehört. Schnell rein damit und nie wieder öffnen! :) Ein Armutszeugnis für den Veranstalter NIKON. Enttäuschend. Ronald D. Vogel http://www.daedalus-v.de
Rübezahl 28.10.2010
2. Gott macht keine Fotos
In der Unendlichkeit des Universums, welche in der Unendlichkeit beginnt und in der Unendlichkeit endet, sind wir auch nicht sichtbar vorhanden. Trotzdem trägt unser Handeln zum Wohl ,aber leider auch zum Nachteil des Ganzen bei.
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