Lebendes Fossil Foto-Jagd auf den Quastenflosser

Lange Zeit glaubte man, der Quastenflosser sei mit den Sauriern ausgestorben. 1938 wurde er wiederentdeckt - doch es dauerte danach fast 50 Jahre, ehe der Fisch erstmals in seinem natürlichen Lebensraum beobachtet wurde. Jetzt haben Taucher den Quastenflosser so hautnah wie noch nie fotografiert.
Von Carolyn Butler

Einen Überlebenden der Saurierzeit sieht man nicht alle Tage. Marjorie Courtenay-Latimer hatte dieses Glück 1938. Die Leiterin des Städtischen Meeresmuseums im südafrikanischen East London bemerkte in einem Fischernetz ein bizarres Tier mit dicken Schuppen, ungewöhnlichen Flossen und einem zusätzlichen Lappen am Schwanz - sie hatte den Quastenflosser wiederentdeckt. Einen Fisch, von dem man geglaubt hatte, er wäre am Ende der Kreidezeit ausgestorben.

Doch über alle Erdzeitalter hinweg überlebte diese Art in den Tiefen der Ozeane. Der Fisch erhielt den Namen seiner Entdeckerin (Latimeria chalumnae), weitere Exemplare wurden seither an mehreren Stellen im Indischen Ozean gesichtet. Wieviele es insgesamt gibt, weiß niemand - es könnten 1000 sein, vielleicht aber auch 10.000.

Da sie sich gern in großer Tiefe aufhalten, wurden sie bisher vor allem aus U-Booten heraus oder von ferngesteuerten Unterwasserfahrzeugen fotografiert. 1987 entstanden so die ersten Bilder von Quastenflossern in ihrem natürlichem Lebensraum. Tauchern gelang es erstmals im Jahr 2000, den urtümlichen Fisch vor die Kamera zu bekommen.

Für eine Fotoreportage im Magazin "National Geographic"  tauchte vor kurzem ein speziell ausgebildetes Team in der Sodwana-Bucht vor Südafrika in den Lebensraum einer kleinen Latimeria-Kolonie hinab - und bekam den Quastenflosser so hautnah wie noch nie vor die Linse.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.nationalgeographic.de/quastenflosser 

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