Risiko-Tanker EU verbannt schwimmende Zeitbomben

Seelenverkäufer vom Typ des Katastrophen-Tankers "Prestige" dürfen sich ab sofort nicht mehr in Gewässern und Häfen der EU blicken lassen. Erlaubt sind seit Dienstag nur noch Tankschiffe mit einer doppelten Außenhülle.

Die EU-Kommission wies in Brüssel darauf hin, dass das entsprechende Gesetz mit sofortiger Wirkung in Kraft ist. Die "Prestige", ein so genannter Einhüllentanker, war im Dezember 2002 vor der spanischen Küste mit 77.000 Tonnen Schweröl auseinander gebrochen und hatte die Strände von Portugal bis Belgien verseucht.

Ab heute dürfen nur noch Tanker mit zwei Außenhüllen schweres Heizöl in EU-Häfen entladen oder an Bord nehmen. Generell darf in europäischen Gewässern kein Schweröl mehr in einwandigen Tankern transportiert werden. Damit ist auch der Weg für die schrittweise Ausmusterung der schwimmenden Zeitbomben bis 2010 frei. Einhüllentanker, die vor 1982 gebaut wurden und älter als 23 Jahre sind, dürfen überhaupt nicht mehr in EU-Häfen einlaufen. Bis 2010 sollen alle Schiffe dieses Risiko-Typs aus dem Verkehr gezogen sein. Bis dahin, so die EU-Kommission, werden alle Tanker, die älter als 15 Jahre sind, schärferen Kontrollen unterworfen.

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