Ruanda Wilderer töten bedrohte Berggorillas

Erstmals seit 17 Jahren haben Wilddiebe in Ruanda Berggorillas erlegt. Die Täter sollen die zwei Weibchen erschossen haben, um an die Jungtiere zu gelangen.


Berggorilla im Kongo: Eingeengter Lebensraum
AP

Berggorilla im Kongo: Eingeengter Lebensraum

Auf der Jagd nach Affenbabys haben Wilderer in Ruanda zwei Weibchen der vom Aussterben bedrohten Berggorillas getötet. Wie Behörden in dem ostafrikanischen Land am Dienstag mitteilten, war dies der erste derartige Vorfall seit 17 Jahren.

Die Polizei hatte im bergigen Grenzland zu Uganda und Kongo zwei Verdächtige aufgegriffen, die derzeit verhört werden. Die Männer hätten gestanden, die beiden Gorillas im ruandischen Virunga-Nationalpark angegriffen zu haben, um die Babys zu fangen und zu verkaufen. Nach Überzeugung der Ermittler gehören die Festgenommen zu einer organisierten Bande von Wilddieben.

Nach Kenntnis von Forschern gibt es weltweit nur noch etwa 620 Berggorillas in freier Wildbahn. Rund die Hälfte davon lebt im Grenzdreieck der Virunga-Berge. Die Primatenart ist vom Aussterben bedroht, weil ihr Lebensraum immer stärker vom Menschen eingeengt wird.



© SPIEGEL ONLINE 2002
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.