Virtuelle Realität Russische Kühe sollen dank VR-Brillen mehr Milch geben

Forscher wollen Milchkühen vorgaukeln, sie stünden auf einer grünen Weide statt in einem russischen Stall. Das Experiment mit Virtual-Reality-Brillen hat einen politischen Hintergrund.

Durch die virtuelle Brille wirkt das Gras gleich grüner
Pressestelle des 6. Internationalen Agrarindustrie- und Milchforums/ DPA

Durch die virtuelle Brille wirkt das Gras gleich grüner


Experten spekulieren bereits auf eine deutlich steigende Milchproduktion: Virtual-Reality-Brillen (VR) sollen Kühen in Russland weismachen, sie grasten selbst im Winter auf einer sattgrünen Wiese. Ein Prototyp der Brillen werde bereits in einem Bauernhof nahe der russischen Hauptstadt getestet, teilte das Landwirtschaftsministerium des Gebiets Moskau mit.

VR-Brillen erzeugen ein sehr realitätsnahes Rundumbild. So lässt sich beispielsweise simulieren, wie ein Vogel zu fliegen oder Teil eines Computerspiels zu sein. Polizisten und Feuerwehrleute bereiten sich mit der Technik auf mögliche Notfälle und Terrorangriffe vor.

Friedlichere Kühe

Die Brillen aus dem aktuellen Experiment sind eigens an die Kopfform der Kühe angepasst worden. Erste Tests zeigten bereits Erfolge. Die Kühe spürten weniger Angst, und die Herde sei insgesamt friedlicher. Eine groß angelegt Studie soll nun klären, ob sie dadurch auch mehr Milch geben. Laut Ministerium ließen sich noch nie da gewesene Ergebnisse bei der Milchproduktion erzielen.

Russland investiert seit einigen Jahren stärker in die heimische Milchindustrie, weil seit den Sanktionen auf diverse EU-Lebensmittel das Angebot an Milchprodukten eingebrochen ist. Das Land solle durch neue innovative Methoden auf dem internationalen Markt mithalten können, so das Ministerium. Einige russische Betriebe setzen bereits auf klassische Musik, um die Milchproduktion bei Kühen anzuregen.

koe/dpa



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