Satellitenbild der Woche Goldene Wüste

Die Sahara ist ungefähr 26-mal so groß wie Deutschland. Ein neuer Esa-Satellit hat einen Teil der gigantischen Wüste nun aus dem All abgelichtet. Er zeigt die karge Landschaft in sattem Goldgelb.


ESA
Sand, Gestein, karge Gebirgszüge und extreme Temperaturen - die Sahara ist ein faszinierender Ort. Die meisten Menschen verbinden die Wüste mit Oasen, Bildern von Sanddünen und durch einsame Landschaft schreitenden Kamelen. Einen ganz anderen, aber nicht weniger beeindruckenden Blick auf die größte Trockenwüste der Erde erlaubt nun eine der ersten Aufnahmen des Esa-Erdbeobachtungssatelliten "Sentinel-2A".

Entstanden ist das Bild am 27. Juni 2015 beim ersten Scan der Erde. Die Aufnahme zeigt einen knapp 300 Kilometer breiten Streifen der Sahara in Zentral-Algerien, nordöstlich der Oasenstadt In Salah. Diese gilt als einer der heißesten Orte der Wüste. Im Sommer liegen die Temperaturen im Monatsdurchschnitt bei etwa 45 Grad.

Auf dem Foto sind heller Sand, dunkle Felsen und Täler zu erkennen. Faszinierend ist die Vielzahl der Gelb-, Braun- und Rottöne, welche die Wüste bietet.

Eine "Vega"-Rakete hatte "Sentinel-2A" am 23. Juni ins All gebracht. Seither erfasst der Satellit aus 786 Kilometern Höhe Wellenlängen von gut 440 bis 2190 Nanometern, also von lila-blau bis in den infraroten Bereich. Nach den ersten Testaufnahmen soll der Orbiter die Erde im Rahmen des Copernicus-Programms der Esa kontinuierlich überwachen und zeigen, wie sich Landschaften, Wälder und Megastädte mit der Zeit verändern.

Das Copernicus-Programm

jme



insgesamt 4 Beiträge
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Alternativitus 04.07.2015
1. Schönes Bild, aber...
Der Autor ist wohl kein Experte der Fernerkundung... Sonst wäre nicht dieser Satz geschrieben worden: "Faszinierend ist die Vielzahl der Gelb-, Braun- und Rottöne, welche die Wüste bietet." SPON bitte mal kompetente Journalisten/Praktikanten schreiben lassen...
minsch 04.07.2015
2.
Inkompetent, wie ich bin, sage ich einmal: Die Farben finde ich weniger faszinierend, aber man sieht sehr deutlich, dass auch dieser Teil der Sahara einmal wenn schon nicht total grün aber sehr grün gewesen sein muss: Man erkennt sehr gut, dass es dort einst viele Bäche und Flüsse gegeben haben muss, und da bekannt ist, dass die Gegend schon lange staubtrocken ist, äußerst selten einmal Regen fällt, finde ich vor allem fanszinierend, dass sie auch nach vielen tausend Jahren, die sie jetzt schon ausgetrocknet sind, immer noch so gut zu erkennen sind. Ich hätte jetzt mehr erwartet, dass der Wüstensand die Spuren der einstigen Flüsse mehr begraben hätte. Schönes Bild.
loeweneule 04.07.2015
3.
Zitat von AlternativitusDer Autor ist wohl kein Experte der Fernerkundung... Sonst wäre nicht dieser Satz geschrieben worden: "Faszinierend ist die Vielzahl der Gelb-, Braun- und Rottöne, welche die Wüste bietet." SPON bitte mal kompetente Journalisten/Praktikanten schreiben lassen...
Verstehe ich nicht. Was hat Fernerkundung mit Faszination zu tun? Wissenschaft mit persönlicher Anmutung?
iman.kant 05.07.2015
4. Was man nicht alles
schaffen kann wenn man will. Die Menschheit kann auch noch schönes erschaffen - welch ein Trost. Zum Vorredner der sich über den Journalisten und dessen Kompetenz echauffiert hat: Der Autor hebt in seinem Text plastisch die Schönheit dieser Gelbtöne hervor. Was passt Ihnen daran nicht? Schönheit darf und sollte jeder Mensch erfahren und auch weitergeben. Manche Kommentare sind aber vieleroft nur negativ. Auf die kann man dann getrost verzichten.
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